Wenn es bei uns früher Fisch gab, dann war das meistens freitags. Auch wenn wir in der Familie alle nicht groß religiös erzogen wurden, hat sich diese Tradition trotzdem über viele Jahrzehnte gehalten. Heutzutage gibt es Fischgerichte, wie diesen süß-sauren Pangasius mit Reis, etwas seltener, weil nicht jeder im Haushalt gerne Fisch isst, aber seltsamerweise ist der Freitag für solche Gerichte trotzdem irgendwie geblieben…

Ich persönlich esse gerne mal Fisch & Co. Das passiert allerdings fast nur noch, wenn wir irgendwo am Meer im Urlaub sind. Viele sagen ja, dass Fisch und Meeresfrüchte dort, wo sie gefangen werden, am besten schmecken. Finde ich auch. Aber in Berlin, weit entfernt vom Meer, muss man da manchmal eben ein paar Kompromisse eingehen.
Aus diesem Grund gibt es hier auf dem Blog auch nicht sonderlich viele Rezepte mit Fisch. Aktuell kann man das noch mit zwei Händen zählen – und mit der Geschwindigkeit, in der ich hier Fischrezepte veröffentliche, wird das auch noch eine ganze Weile so sein. Das nächste Rezept wird wohl wieder ein paar Jahre auf sich warten lassen…

Anyway. Auch wenn es hier nicht viel »Fischiges« gibt, kann ich diesen leckeren Pangasius im Teigmantel und in einer süß-sauren Soße natürlich trotzdem nur wärmstens empfehlen. Der schmeckt sogar Personen, die sonst nicht so auf Meer, salzig und fischig stehen, weil der Geschmack des Pangasius von sich aus ja recht neutral ist. Vorausgesetzt natürlich, dass der Frisch eine gute Qualität hat.
Ein Thema, das bei Pangasius ja durchaus wichtig ist. Weil die Fischart so beliebt ist, wird da bei größeren Fischfarmen gerne mal etwas mit der Chemiekeule hantiert, damit auch möglichst viele der gezüchteten Fische in den Verkauf kommen. Was die Fische zum Fressen bekommen, landet dann aber am Ende auch mit auf dem Teller. Da sollte man also aufpassen und nur Produkte aus zertifizierten Aquakulturen besorgen oder vielleicht sogar Fisch aus biologischer und ökologisch einwandfreier Zucht kaufen. Findet man nicht ganz so einfach und ist auch teurer, aber für einen selbst und die Umwelt ist es definitiv besser. Nur mal so am Rande…

Zum Rezept vielleicht noch ein paar Worte – die Zubereitung ist im Grunde recht einfach. Die einzelnen Schritte dauern alle zusammen nur ein wenig… Wir verwenden hier gefrorenen Fisch und lassen den halb auftauen, damit man ihn besser in kleine Stücke schneiden kann. Es empfiehlt sich, Handschuhe zu tragen, damit man nicht ewig nach Fisch riecht. Ist das erledigt, muss man einfach nur noch das Rezept abarbeiten…
Arbeitet einigermaßen zügig, sobald der Fisch frittiert ist. Liegt der Fisch länger herum, bevor er in die Soße kommt, wird die Panade irgendwann weich. Knusprig panierter Fisch in süß-saurer Soße ist einfach ein schöneres Erlebnis, als aufgeweichter Fisch in Soße. Schmeckt trotzdem gut, ist dann aber einfach nicht so gut, wie es sein könnte. Also keine Stunde liegen lassen.
Wie schon erwähnt, gibt es hier nicht sonderlich viele Rezepte mit Fisch oder Meeresfrüchten. Das soll aber nicht heißen, dass die wenigen, die es gibt, nicht superlecker wären. Weniger ist mehr, könnte man hier sagen. Unsere Lachs Sonnenweizen Bowls kann z.B. ich nur wärmstens empfehlen. Nicht zu kompliziert und auch einigermaßen gesund, könnte man sagen.
Ebenfalls mit Lachs zubereitet und richtig lecker, sind unsere Tacos mit Lachs, Pflaumen & Avocado. Wer zu Hause Gäste begrüßt, die auch gerne solche Sachen essen, macht hier alles richtig. Perfekt zum Snacken und Plappern nebenbei. Wir lieben Taco Partys!
ZUTATEN / INGREDIENTS
(4-5 Portionen)
Für den Fisch:
eine gute Portion Öl zum Ausbacken
3 Pangasiusfilets (etwa 500g), aufgetaut
5 EL Mehl (Type 405)*
3 EL Speisestärke*
2 Eier (M)
50ml Wasser
Salz, Pfeffer
Für die Soße:
150ml Wasser
4 EL Ketchup
2 EL Honig (oder Ahornsirup)
2 EL Sojasauce*
1 EL dunkle Sojasoße*
1 EL Reisessig*
150ml Ananassaft (aus der Dose)
1 TL Speisestärke*
Sonstiges:
etwas Öl zum Anbraten
1 rote Zwiebel, in Spalten
2 Paprika (z.B. grün & rot), in Stücken
200g Ananas (aus der Dose)*, abgetropft & in Stücken
etwas gerösteter weißer Sesam (optional)
einige Frühlingszwiebelringe (optional)
gekochter Reis (z.B. Basmati) zum Servieren
(4-5 servings)
For the fish:
a good amount of oil for deep-frying
3 Pangasius fish fillets (approx. 500g), thawed
5 tbsp. all-purpose flour*
3 tbsp. cornstarch*
2 medium eggs
1.7 fl. oz. (50ml) of water
salt, pepper
For the sauce:
5 fl. oz. (150ml) of water
4 tbsp. ketchup
2 tbsp. honey (or maple syrup)
2 tbsp. soy sauce*
1 tbsp. dark soy sauce*
1 tbsp. rice vinegar*
5 fl. oz. (150ml) pineapple juice (from a can)
1 tsp. cornstarch*
Other ingredients:
some oil for frying
1 red onion, cut into wedges
2 bell peppers (e.g. green & red), cut into chunks
7 oz. (200g) pineapple (from a can)*, drained & cut into pieces
some toasted white sesame seeds (optional)
some spring onion rings (optional)
cooked rice (e.g. Basmati), for serving


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Den Fisch als Erstes aus dem Tiefkühler nehmen und auftauen lassen. Wenn der Fisch halbwegs aufgetaut ist, kann man ihn schon in mundgerechte Stücke schneiden. Falls sich Flüssigkeit ansammelt, entsorgen und den Fisch z.B. mit etwas Küchenpapier trockentupfen.
2. Aus Mehl, Speisestärke, Eiern und Wasser einen dickflüssigen Teig zubereiten. Den Fisch mit etwas Salz und Pfeffer würzen, dann zum Teig dazugeben. Die einzelnen Fischstücke sollten rundum mit Teig bedeckt sein. An dieser Stelle kann man jetzt auch schon einmal den Reis vorbereiten – der braucht i.d.R. ja etwas länger. Wer Mikrowellenreis verwendet, kann den erst kurz vor dem Servieren zubereiten.
3. Eine Pfanne (oder einen Topf) mit genügend Öl erhitzen – die Fischstücke sollten ohne Probleme im Öl »schwimmen« können. Den Fisch dann portionsweise im heißen Öl ausbacken. Nicht zu viel auf einmal in die Pfanne geben, sonst sinkt die Temperatur des Öls zu stark. Die Fischstücke sollten eine schöne goldgelbe Farbe bekommen – 1-2 Minuten pro Portion sollten i.d.R. ausreichen. Die frittierten Fischstücke aus dem Fett nehmen und auf einem Gitter oder Küchenpapier abtropfen lassen.
4. Die Ananas aus der Dose abtropfen lassen und den Saft dabei auffangen – man braucht etwa 150ml für die Soße. Falls nicht ganz so viel in der Dose vorhanden ist, einfach mit Wasser auffüllen. Die abgetropfte Ananas in Stücke schneiden (oder gleich gestückelte Ananas besorgen).
5. Für die Soße das Wasser mit Ketchup, Honig (oder Ahornsirup), beiden Sojasoßensorten, Reisessig, Ananassaft (aus der Dose) und Speisestärke in einem Gefäß verrühren. Zur Seite stellen.
6. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Die Paprika säubern und dann in mundgerechte Stücke schneiden.
7. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und dann als Erstes die Zwiebelspalten einige Zeit glasig andünsten. Als Nächstes die Paprika dazugeben und 1-2 Minuten mit anbraten, dann die klein geschnittene Ananas dazugeben und ebenfalls kurz mit anbraten/erhitzen. Wenn das Gemüse etwas Farbe bekommen hat, die Soßenmischung dazugeben und alles unter ständigem Rühren 2-3 Minuten bei leicht reduzierter Hitzezufuhr köcheln lassen – die Soße sollte in der Zeit schon etwas andicken.
8. Die Pangasiusstücke dazugeben und unter häufigem Wenden für 2-3 Minuten in der Soße aufwärmen und die Soße weiter andicken lassen. Sollte die Soße zu dickflüssig werden, kann man etwas zusätzlichen Ananassaft oder einfach etwas Wasser zum Verdünnen dazugeben. Den Fisch mit dem Reis zusammen auf Tellern oder in Schüsseln anrichten und nach Belieben noch mit etwas geröstetem Sesam und Frühlingszwiebelringen dekorieren (optional).
1. First, remove the fish from the freezer and let it thaw. Once the fish is partially thawed, you can cut it into bite-sized pieces. If any liquid accumulates, discard it and pat the fish dry – for instance, with a paper towel.
2. Prepare a thick batter using the flour, cornstarch, eggs, and water. Season the fish with some salt and pepper, then add it to the batter. Each individual piece of fish should be completely coated in the batter. At this stage, you can also go ahead and prepare the rice. It typically takes a bit longer to cook. If you are using microwave rice, you can wait to prepare it until just before serving.
3. Heat up a frying pan (or saucepan) with a generous amount of oil – the fish pieces should be able to »float« in the oil without touching the bottom too much. Deep-fry the fish in the hot oil in batches. Do not add too much at once, or the oil temperature might drop too much. The fish pieces should get a nice golden-yellow color – 1–2 minutes per batch should be enough. Remove the fried fish pieces from the oil and let them drain on a wire rack or paper towels.
4. Drain the canned pineapple, reserving the juice. You need about 150ml for the sauce. If the can does not contain quite that much juice, simply top it up with water. Cut the drained pineapple into pieces (or simply purchase pre-cut pineapple chunks).
5. For the sauce, mix the water, ketchup, honey (or maple syrup), both types of soy sauce, rice vinegar, pineapple juice (from the can), and cornstarch in a bowl. Set the mixture aside.
6. Peel the onion, cut it in half, and slice it into wedges. Clean the bell pepper and cut it into bite-sized pieces.
7. Heat a little oil in a large frying pan. Add the onion and sauté until soft and glossy. Next, add the bell pepper and stir-fry for 1–2 minutes. Next, add the chopped pineapple and briefly stir-fry it as well. Once the veggies got a little color, add the sauce mixture and let everything simmer for 2–3 minutes, stirring constantly over slightly reduced heat. The sauce should start to thicken during this time.
8. Add the pieces of Pangasius fish and heat them up in the sauce for 2–3 minutes, turning them frequently, while allowing the sauce to continue thickening. If the sauce becomes too thick, you can add a little extra pineapple juice or simply some water to thin it out. Arrange the fish and rice together on plates or in bowls, and garnish to your liking with some toasted sesame seeds and sliced green onions (optional).

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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Süß-Saurer Pangasius mit Reis
- Prep Time: 00:40
- Cook Time: 00:25
- Total Time: 04:00
- Yield: 4 1x
- Category: Fisch
- Method: -
- Cuisine: Asiatisch
Beschreibung
Wir kochen nicht sehr oft mit Fisch, aber dieser leckere süß-saure Pangasius mit Reis ist eines unserer absoluten Lieblingsgerichte. Besser als im Restaurant!
Zutaten
Für den Fisch:
eine gute Portion Öl zum Ausbacken
3 Pangasiusfilets (etwa 500g), aufgetaut
5 EL Mehl (Type 405)*
3 EL Speisestärke*
2 Eier (M)
50ml Wasser
Salz, Pfeffer
Für die Soße:
150ml Wasser
4 EL Ketchup
2 EL Honig (oder Ahornsirup)
2 EL Sojasauce*
1 EL dunkle Sojasoße*
1 EL Reisessig*
150ml Ananassaft (aus der Dose)
1 TL Speisestärke*
Sonstiges:
etwas Öl zum Anbraten
1 rote Zwiebel, in Spalten
2 Paprika (z.B. grün & rot), in Stücken
200g Ananas (aus der Dose)*, abgetropft & in Stücken
etwas gerösteter weißer Sesam (optional)
einige Frühlingszwiebelringe (optional)
gekochter Reis (z.B. Basmati) zum Servieren
Arbeitsschritte
1. Den Fisch als Erstes aus dem Tiefkühler nehmen und auftauen lassen. Wenn der Fisch halbwegs aufgetaut ist, kann man ihn schon in mundgerechte Stücke schneiden. Falls sich Flüssigkeit ansammelt, entsorgen und den Fisch z.B. mit etwas Küchenpapier trockentupfen.
2. Aus Mehl, Speisestärke, Eiern und Wasser einen dickflüssigen Teig zubereiten. Den Fisch mit etwas Salz und Pfeffer würzen, dann zum Teig dazugeben. Die einzelnen Fischstücke sollten rundum mit Teig bedeckt sein. An dieser Stelle kann man jetzt auch schon einmal den Reis vorbereiten – der braucht i.d.R. ja etwas länger. Wer Mikrowellenreis verwendet, kann den erst kurz vor dem Servieren zubereiten.
3. Eine Pfanne (oder einen Topf) mit genügend Öl erhitzen – die Fischstücke sollten ohne Probleme im Öl »schwimmen« können. Den Fisch dann portionsweise im heißen Öl ausbacken. Nicht zu viel auf einmal in die Pfanne geben, sonst sinkt die Temperatur des Öls zu stark. Die Fischstücke sollten eine schöne goldgelbe Farbe bekommen – 1-2 Minuten pro Portion sollten i.d.R. ausreichen. Die frittierten Fischstücke aus dem Fett nehmen und auf einem Gitter oder Küchenpapier abtropfen lassen.
4. Die Ananas aus der Dose abtropfen lassen und den Saft dabei auffangen – man braucht etwa 150ml für die Soße. Falls nicht ganz so viel in der Dose vorhanden ist, einfach mit Wasser auffüllen. Die abgetropfte Ananas in Stücke schneiden (oder gleich gestückelte Ananas besorgen).
5. Für die Soße das Wasser mit Ketchup, Honig (oder Ahornsirup), beiden Sojasoßensorten, Reisessig, Ananassaft (aus der Dose) und Speisestärke in einem Gefäß verrühren. Zur Seite stellen.
6. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Die Paprika säubern und dann in mundgerechte Stücke schneiden.
7. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und dann als Erstes die Zwiebelspalten einige Zeit glasig andünsten. Als Nächstes die Paprika dazugeben und 1-2 Minuten mit anbraten, dann die klein geschnittene Ananas dazugeben und ebenfalls kurz mit anbraten/erhitzen. Wenn das Gemüse etwas Farbe bekommen hat, die Soßenmischung dazugeben und alles unter ständigem Rühren 2-3 Minuten bei leicht reduzierter Hitzezufuhr köcheln lassen – die Soße sollte in der Zeit schon etwas andicken.
8. Die Pangasiusstücke dazugeben und unter häufigem Wenden für 2-3 Minuten in der Soße aufwärmen und die Soße weiter andicken lassen. Sollte die Soße zu dickflüssig werden, kann man etwas zusätzlichen Ananassaft oder einfach etwas Wasser zum Verdünnen dazugeben. Den Fisch mit dem Reis zusammen auf Tellern oder in Schüsseln anrichten und nach Belieben noch mit etwas geröstetem Sesam und Frühlingszwiebelringen dekorieren (optional).
Hinweise
Viel Spaß beim Kochen!
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