Wir sind hier große Verfechter von allem, was man sich zu Hause selbst zubereiten kann, statt es im Supermarkt kaufen zu müssen. Dazu gehören Sachen wie Essiggurken, Sauerkraut, Kimchi, eingelegtes Obst oder eben auch Marmelade. Eine einfache Marmelade, wie diese Zwetschgenmarmelade (ohne Zuckerzusatz), ist super einfach zuzubereiten und ermöglicht es einem, eine ordentliche Portion Obst zu verarbeiten. Darum geht es ja in erster Linie: Nutzen, was man zur Verfügung hat, und es möglichst lange haltbar machen…

Marmelade selbst herzustellen, gehört mittlerweile zu unserem Standardrepertoire. Früher dachte ich ja immer, dass Marmelade einkochen viel zu aufwendig ist. Hat man aber erst einmal ein paar Obst- oder Beerensorten verarbeitet, merkt man schnell, dass die ganze Sache super einfach ist. Viel mehr, als das Obst bzw. die Beeren kurz mit Gelierzucker einzukochen und dann in Gläser abzufüllen, ist es ja im Grunde nicht.
Bei dieser Zwetschgenmarmelade ist die Sache nicht viel anders. Die Früchtchen werden hier vorab noch in etwas »Zucker« und Zimt eingelegt – das ist der einzige Unterschied zu den meisten anderen Marmeladesorten, die wir hier bisher zubereitet haben. Weitere Unterschiede gibt es allerdings nicht. Okay, es gibt noch einen Unterschied zu »normaler« Marmelade, weil wir hier schon länger keinen Zucker mehr verwenden, sondern ein Geliermittel und einen Zuckerersatz. Damit unterscheiden sich unsere Marmeladen von den meisten Marmeladen, die man im Supermarkt finden kann.


Die Zubereitung von zuckerfreier bzw. zuckerreduzierter Marmelade unterscheidet sich nur wenig von der Zubereitung regulärer, klassischer Marmelade mit ordentlich Zucker. Die Früchtchen/Beeren werden ganz normal vorbereitet (waschen, trocknen, unnötige Sachen entfernen) und dann mit etwas zum Gelieren und Süßen eingekocht. Bei normaler Marmelade ist das i.d.R. Gelierzucker mit einem pflanzlichen Geliermittel, wie Pektin, Säuerungsmittel und gelegentlich auch Konservierungsstoffen, wie Sorbinsäure.
Bei der Zubereitung zuckerfreier/zuckerreduzierter Marmelade verwendet man ebenfalls ein Geliermittel und ersetzt den Zucker dann eben durch eine Alternative, wie z.B. Xylit. Das Ergebnis ist eine Marmelade, die dem Original in (fast) nichts nachsteht.


Marmelade mit Xylit hält oft nicht ganz so lange durch, wie das bei Marmelade mit Zucker der Fall ist. Xylit hat zwar eine hemmende Wirkung auf Bakterien, macht den Job aber trotzdem nicht ganz so gut wie Zucker. Eine Marmelade mit Xylit ist i.d.R. also nicht ganz so lange haltbar wie normale Marmelade. Die Zuckeralternative süßt 1:1 wie Zucker – da gibt es also keine Abstriche. Xylit kann allerdings ein leicht kühlendes Gefühl auf der Zunge auslösen, wenn man größere Mengen davon isst. Bei den geringen Mengen an Marmelade, die man sich üblicherweise aufs Brot oder Brötchen packt, ist das aber eigentlich kein Problem.
Wir haben festgestellt, dass die Textur von Marmelade mit Xylit manchmal etwas weicher sein kann, als man das von normaler Marmelade gewohnt ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es zu 100% am Xylit oder am verwendeten Geliermittel liegt. Theoretisch kann es auch sein, dass das Verhältnis von Früchten/Beeren zu Geliermittel nicht ganz gepasst hat. Oder es wurde nicht lange genug eingekocht oder die Früchte/Beeren wollten einfach nicht so richtig. Hier gibt es ja einige Punkte, an denen man in die falsche Richtung abbiegen kann. Auf den Fotos kann man vielleicht sehen, dass die Textur hier perfekt geworden ist… Wäre die Marmelade weicher geworden, hätte das dem Geschmack aber nichts abgetan.
Wie schon erwähnt – wir kochen hier gerne mal Marmelade ein. Deshalb gibt es mittlerweile auch schon einige Rezepte dafür auf dem Blog. Vieles davon ist ebenfalls zuckerfrei bzw. zuckerreduziert. Ein hervorragendes Beispiel ist hier unsere einfache Brombeeren Marmelade (ohne Zuckerzusatz). Richtig lecker und man merkt den Unterschied zu zuckrigen Vorbildern für die Marmelade nicht im Geringsten.
Wer zum Thema Marmelade mal etwas Ausgefalleneres probieren möchte, sollte sich unbedingt auch einmal unsere Gegrillte Paprika Marmelade anschauen – die Idee dafür haben wir aus Spanien mit nach Hause gebracht. Die Marmelade ist allerdings noch aus Zeiten, in denen Zucker hier gerne für alles Mögliche verwendet wurde. Das ist bei Marmelade ja aber nicht ganz sooo schlimm… Die schaufelt man sich ja nicht in großen Mengen rein, sondern nutzt sie etwas sparsamer auf Brot und Brötchen.
ZUTATEN / INGREDIENTS
(6 Gläser à 240ml)
1 kg Zwetschgen, entsteint
500g Xylit*
1 TL Vanillepulver*
1 TL Zimt*
1 Beutel (25g) Gelierfix (2:1)*
2 TL Zitronensaft
(6 glass jars, 240ml each)
35 oz. (1 kg) fresh Damson plums, pitted
17.6 oz. (500g) xylitol*
1 tsp. vanilla powder*
1 tsp. ground cinnamon*
1 sachet (25g) gelling powder (Gelierfix 2:1)*
2 tsp. lemon juice






ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Die Einmachgläser* und Deckel sterilisieren – entweder in genügend Wasser auskochen oder im Backofen erhitzen. Vorsicht bei den Deckeln – die halten nicht automatisch so viel Hitze aus, wie die Gläser. Zur Seite stellen und trocknen lassen.
2. Die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und entsteinen. Die Zwetschgenhälften jeweils noch einmal halbieren und in den Topf geben, in dem später eingekocht werden soll. Xylit, Vanillepulver und Zimt dazugeben und alles gut vermengen. Abgedeckt für etwa 1 Stunde ziehen lassen.
3. Das Gelierfix und den Zitronensaft zum Topf dazugeben und dann alles kurz mit einem Pürierstab* pürieren. Wer ein paar Stücke in der Marmelade möchte, sollte hier weniger pürieren.
4. Die Mischung aufkochen lassen, dann unter ständigem Rühren etwa 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Geliertest machen (mit einem kleinen Teller) – wird die Marmelade zügig fest, kann abgefüllt werden. Wenn nicht, einfach noch ein klein wenig länger kochen lassen.
5. Die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort gut verschließen. Auf den Kopf stellen ist nicht notwendig. Alles komplett abkühlen lassen. Die Marmeladengläser an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde, sollte die Marmelade ungeöffnet 1-2 Jahre durchhalten. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2-6 Wochen aufbrauchen.
1. First sterilize the glass jars* and lids – either by boiling them in plenty of water or heating them in the oven. Be careful with the lids, they might not withstand the same heat as the glass jars. Set aside and let dry.
2. Wash the damson plums, dry them, half them and pit them. Cut the halved plums once again in half and add them to the saucepan you want to cook them in later on. Add the xylitol, vanilla powder, and ground cinnamon as well and mix everything. Cover and let sit for about 1 hour.
3. Add the gelling powder (Gelierfix) and lemon juice, then purée everything using an immersion blender*. If you want some larger pieces, purée only briefly.
4. Bring the mixture to a boil, then let it boil vigorously for about 4–5 minutes while stirring constantly. Do a gelling test (using a small plate) – if the jam sets quickly, it is ready to be canned. If not, simply cook it a tiny bit longer.
5. Transfer the jam to the prepared glass jars and seal them tightly immediately. There is no need to turn the jars upside down. Let them cool completely. Store the jars in a cool, dark place (e.g. basement). If you worked with clean equipment, the unopened jam should keep for 1–2 years. Once opened, store in the fridge and consume within 2–6 weeks.


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Einfache Zwetschgenmarmelade (ohne Zuckerzusatz)
- Prep Time: 00:10
- Cook Time: 00:05
- Total Time: 05:00
- Yield: 6 1x
- Category: Homemade Stuff
- Method: -
- Cuisine: Deutschland
- Diet: Diabetic
Beschreibung
Ein Klassiker, der bei uns zum Frühstück dazugehört: Zwetschgenmarmelade! Im Gegensatz zu dem, was Oma gerne mal eingekocht hat, ist diese Version ohne Zuckerzusatz!
Zutaten
1 kg Zwetschgen, entsteint
500g Xylit*
1 TL Vanillepulver*
1 TL Zimt*
1 Beutel (25g) Gelierfix (2:1)*
2 TL Zitronensaft
Arbeitsschritte
1. Die Einmachgläser* und Deckel sterilisieren – entweder in genügend Wasser auskochen oder im Backofen erhitzen. Vorsicht bei den Deckeln – die halten nicht automatisch so viel Hitze aus, wie die Gläser. Zur Seite stellen und trocknen lassen.
2. Die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und entsteinen. Die Zwetschgenhälften jeweils noch einmal halbieren und in den Topf geben, in dem später eingekocht werden soll. Xylit, Vanillepulver und Zimt dazugeben und alles gut vermengen. Abgedeckt für etwa 1 Stunde ziehen lassen.
3. Das Gelierfix und den Zitronensaft zum Topf dazugeben und dann alles kurz mit einem Pürierstab* pürieren. Wer ein paar Stücke in der Marmelade möchte, sollte hier weniger pürieren.
4. Die Mischung aufkochen lassen, dann unter ständigem Rühren etwa 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Geliertest machen (mit einem kleinen Teller) – wird die Marmelade zügig fest, kann abgefüllt werden. Wenn nicht, einfach noch ein klein wenig länger kochen lassen.
5. Die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort gut verschließen. Auf den Kopf stellen ist nicht notwendig. Alles komplett abkühlen lassen. Die Marmeladengläser an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde, sollte die Marmelade ungeöffnet 1-2 Jahre durchhalten. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2-6 Wochen aufbrauchen.
Hinweise
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