Einkochen, Einlegen und Fermentieren war bei unseren Großeltern noch eine ganz normale Sache. Heutzutage ist das für viele eher ein Hobby, als eine Notwendigkeit. Wir machen hier gerne viel selbst, weil man damit oft etwas Geld sparen kann und natürlich auch, weil es Spaß macht. Bei dieser Fermentierten Hot Sauce war der Grund für die Zubereitung eher eine Notwendigkeit, weil man hier in Berlin keine gute Hot Sauce in den Läden finden kann.

Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Natürlich bekommt man in Berlin so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Dazu zählt auch Hot Sauce. Ist die Hot Sauce aber so gut, wie die selbst zubereitete Hot Sauce? Darüber kann man natürlich streiten. Was im Supermarkt rumsteht, ist auf jeden Fall nicht ganz so frisch, wie das, was man sich mit dem Rezept hier selbst zubereiten kann…
Egal ob gekauft oder selbst gemacht – Hot Sauce ist eine tolle Würzsoße, die vielseitig in der Küche eingesetzt werden kann. Als Erstes fallen mir da immer Buffalo Chicken Wings ein. Diese scharfen Hähnchenteile sind in den USA besonders beliebt und werden da ja gerne mal mit einer Blue-Cheese-Soße serviert. Richtig lecker! Auf dem Blog haben wir mit unserem Buffalo Blumenkohl eine vegetarische Version, die dem Original in nichts nachsteht. Außer natürlich, dass kein Fleisch verwendet wird. Ausprobieren lohnt hier auf jeden Fall!

Mit Hot Sauce kann man aber natürlich noch viel mehr anstellen. Marinaden fürs Grillen bekommen eine schöne Schärfe mit solch einer Soße, man kann z.B. aber auch Dips und Dressings damit aufpeppen. Alle, die etwas Schärfe vertragen, können die Soße aber auch einfach nur auf Fleisch und Gemüse träufeln, wenn ihnen danach ist. Ein paar Spritzer auf ein Spiegelei oder Omelette, auf die Pizza, den Burger, vermischt mit etwas Mayo zu den Pommes dazu… Die Möglichkeiten sind hier wirklich vielfältig.
Ein Fläschchen Hot Sauce im Kühlschrank stehen zu haben, ist also nie falsch. Wer Familie oder Freunde hat, die es gerne scharf mögen, hat mit solch einer Flasche Hot Sauce auch schnell und einfach ein schönes Mitbringsel/Geschenk am Start. Wer zum Grillabend eingeladen wird, liegt damit eigentlich nie falsch…

Die Zubereitung einer fermentierten Hot Sauce ist im Grunde recht einfach. Als Mutti oder Vati der Soße muss man hier nicht besonders viel tun – den Großteil der Arbeit verrichten hier kleine Milchsäurebakterien. Der Zucker in den Chili- und Paprikaschoten wird von Milchsäurebakterien durch den Fermentierungsprozess in Milchsäure umgewandelt, was der Hot Sauce am Ende ein sauer-würziges Aroma verleiht. Gleichzeitig wird die Hot Sauce dank der Milchsäuregärung haltbar gemacht – Schimmel und Bakterien haben es in dieser säuerlichen Umgebung schwer.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Schimmel und Bakterien nicht trotzdem zuschlagen könnten beim Fermentieren von Hot Sauce und anderen Sachen. Man muss hier schon einigermaßen sauber arbeiten, damit den »schlechten« Bakterien und Schimmelpilzen, die man ja nicht irgendwo drin haben will, die Grundlage genommen wird, sich auszubreiten. Weiter unten gibt es eine kleine Liste mit Tipps und Tricks zum Thema Fermentieren – auch speziell für die Hot Sauce hier.
Wie man auf den Fotos sehen kann, ist es möglich, Hot Sauce in verschiedenen Farben, aber auch in verschiedenen Schärfegraden zuzubereiten. Je nachdem, welche Art von Chilischoten man verwendet, wie viele davon zum Einsatz kommen und wie man sie verarbeitet, gibt es da große Unterschiede. Ich verwende ja eher »Otto-Normalverbraucher-Chilis« aus dem Supermarkt – die haben eine gewisse Schärfe, aber man brennt sich damit nicht alles weg. In Asiamärkten bekommt man da teilweise etwas härtere Geschosse. Ich sag’ nur »Carolina Reaper«.
Man muss sich hier ein wenig an die Schärfe herantasten. Beim ersten Mal sollte man vielleicht eine ausgewogene Mischung aus »normalen« Paprikaschoten und Chilischoten verwenden – das macht die Sache auf jeden Fall milder. Das Entfernen der Samen der Chilischoten verringert die Schärfe ebenfalls. Wer es richtig scharf mag, kann sich dann aber auch irgendwann eine Hot Sauce nur aus Chilischoten zubereiten… Yeeha! ;)
INGREDIENTS / ZUTATEN
(für 2-3 Fläschchen Hot Sauce)
6-7 Chilischoten (rot, gelb oder grün)
1-2 Paprikaschoten (rot, gelb oder grün)
Salzlösung mit Meersalz (2%)
etwas Weißweinessig
(for 2–3 small bottles of hot sauce)
6–7 chili peppers (red, yellow, or green)
1–2 bell peppers (red, yellow, or green)
sea salt brine (2%)
some white wine vinegar




Tipps & Tricks fürs Fermentieren
Auch wenn das Fermentieren von Lebensmitteln, wie z.B. bei einer Hot Sauce, eine recht einfache Sache ist, sollte man auf einige Dinge achten, damit das Ergebnis am Ende essbar und gut verträglich ist.
Nur Einmachgläser verwenden!
Da sich beim Fermentieren Milchsäure bildet, sollte man auf die Verwendung von Plastik- oder Metallbehältern verzichten. Beides kann mit der entstehenden Säure beim Fermentieren reagieren. Ich sag’ nur: Weichmacher und Chemikalien in Plastikbehältern. Besser nicht!
Es empfiehlt sich, Handschuhe zu tragen.
Handschuhe sind bei der Verarbeitung von Chilischoten grundsätzlich keine schlechte Idee. Wer einmal ohne gearbeitet hat und sich danach aus Versehen ins Auge gefasst hat, wird sicher wissen, was ich hier meine. Durch Gummihandschuhe verringert man aber auch die Gefahr, eventuell unerwünschte Bakterien und Schimmelpilze ins Spiel zu bringen.
Immer sauber arbeiten!
Handschuhe sind schon mal ein guter Start, aber auch die Einmachgläser sollten vorab sehr gut gereinigt und nach Möglichkeit sogar sterilisiert werden. Sterilisieren ist recht einfach – entweder man kocht die Einmachgläser für 10 Minuten aus oder man stellt sie für etwa 15-20 Minuten bei 120°C (250°F) in den Ofen. Vorsicht, wenn bei Deckeln Plastikbeschichtungen drauf sind, da diese eventuell nicht so viel aushalten.
Das Fermentiergut sollte nicht mit Luft in Kontakt kommen.
Beim Fermentieren der Hot Sauce wird eine 2%ige Salzlösung verwendet, in der die Chili- und Paprikaschoten mehrere Tage ein Bad nehmen. In dieser Zeit darf nichts vom Gemüse an die Oberfläche der Salzlösung hochsteigen. Kommt das Fermentiergut mit Luft und den darin vorkommenden Bakterien und Schimmelpilzen in Kontakt, kann das dazu führen, dass das ganze Fermentierprojekt den Bach runtergeht. Ist mir selbst schon passiert. Sobald sich Schimmel bildet, muss man leider alles entsorgen.
Wie stellt man die Salzlösung her?
Eine Salzlösung herzustellen ist extrem simpel – einfach Salz in Wasser geben und so lange rühren, bis es sich komplett aufgelöst hat. Für das Fermentieren der Hot Sauce ist eine 2%ige Salzlösung ideal. Für einen Liter Wasser braucht man also etwa 20g Salz (exakter wären 20,41g Salz, aber das schafft kaum eine Waage). Es empfiehlt sich, hier reines Stein- oder unraffiniertes Meersalz zu verwenden. Jodiertes Speisesalz und darin enthaltene Rieselhilfen können den Fermentierungsprozess behindern.
Den Fermentierungsprozess lieber etwas zu früh als zu spät beenden.
Je länger die Chili- und Paprikaschoten in der Salzlake verweilen, umso mehr wird vom vorhandenen Zucker bzw. den Kohlehydraten in den Schoten umgewandelt. Das ist grundsätzlich erwünscht, kann die Hot Sauce aber auch irgendwann zu säuerlich machen. Außerdem steigt das Risiko, dass sich nach einigen Tagen Schimmel bildet. Besonders im Sommer sollte man aufpassen, wenn es in der Küche eventuell mal etwas wärmer ist.
Immer sauber arbeiten – zweiter Akt!
Auch nach Beendigung des Fermentierungsprozesses sollte man wieder sehr sauber arbeiten. Das heißt: Mixer heiß ausspülen vor der Verwendung und Abfülltrichter, sowie Glasflaschen, in denen die Hot Sauce gelagert werden soll, möglichst sterilisieren. Je sauberer man hier arbeitet, umso länger hält die fertige Hot Sauce durch.
Kann man die Hot Sauce noch haltbarer machen?
Wenn man sauber gearbeitet hat, hält die Hot Sauce gut und gerne 6 Monate im Kühlschrank durch. Bei einer Temperatur unter 7°C arbeiten Bakterien und Schimmelpilze sehr viel weniger, weshalb sie im Kühlschrank auch so lange durchhält. Durch die Zugabe von Essig (s. Rezept) nach dem Fermentierungsprozess, senkt man den pH-Wert der Soße künstlich und hemmt so zusätzlich schlechte Keime. Wir geben direkt nach dem Abfüllen gerne einen Extraschuss Essig in die Fläschchen, um den Effekt noch etwas zu verstärken. Theoretisch könnte man die Hot Sauce vor dem Abfüllen auch noch kurz abkochen, um die Haltbarkeit zu verlängern, aber dann tötet man auch die ganzen guten Milchsäurebakterien ab.




DIRECTIONS / ZUBEREITUNG
1. Die Chilischoten und Paprika waschen und trocknen. Die grünen Stiele der Chilischoten entfernen und die Schoten dann in nicht zu kleine Stücke schneiden. Wer die Hot Sauce nicht ganz so hot/scharf mag, sollte die Samen der Chilischoten ganz, oder zumindest teilweise entfernen. Die Paprikaschoten halbieren und die Innereien entfernen. Die Paprika ebenfalls in Stücke schneiden – hier empfiehlt es sich, ein größeres Stück intakt zu halten, das dann als »Deckel« dienen kann.
2. Die Chilischoten- und Paprikastücke in ein sauberes Einmachglas geben und etwas zusammendrücken. Das größere Stück der Paprikaschote sollte am Ende dazugegeben werden, und alles deckeln. Die Chilischoten- und Paprikastücke mit einem Fermentiergewicht* oder einem anderen Hilfsmittel an Ort und Stelle halten.
3. Als Nächstes eine Salzlösung aus Wasser und Meersalz zubereiten. Die Menge hängt hier von der Größe des Einmachglases ab. Die Lösung sollte 2 % Salz enthalten. Bei 1l Wasser wären das also knapp 20g Meersalz. Wenn sich das Salz im Wasser komplett aufgelöst hat, die Salzlake in das Glas füllen. Das Gemüse sollte komplett mit der Salzlösung bedeckt sein. Ein wenig am Glas rütteln, damit sich eingeschlossene Luftblasen lösen können. Es darf nichts an der Oberfläche schwimmen – aufgestiegene Samen z.B. sollten entfernt werden. Reste der Salzlösung einfach wegschütten oder eventuell zum Kochen von Pasta verwenden. Das Einmachglas mit dem Deckel verschließen, aber nicht zu fest – Gase, die sich beim Fermentieren entwickeln, sollten die Möglichkeit haben, entweichen zu können. Für alle, die öfter etwas fermentieren möchten, lohnt vielleicht die Anschaffung von Fermentiergläsern* mit speziellen Deckeln, die das Entweichen von Gasen begünstigen.
4. Wenn das Glas mit dem Gemüse komplett präpariert wurde und nichts an der Oberfläche schwimmt, kann das Glas in eine Ecke der Küche gestellt werden, die nicht zu warm wird und keine direkte Sonne bekommt. Ideal zum Fermentieren sind etwa 20-24°C für einen Zeitraum von 5-10 Tagen. Je wärmer das Gemüse in der Salzlake lagert, umso schneller geht der Fermentierungsprozess vonstatten. Bei höheren Temperaturen läuft man allerdings auch Gefahr, dass sich irgendwann unerwünschte Keime und Schimmelpilze bilden. Nach ein paar Tagen wird die Salzlake trüb werden, aber das ist vollkommen in Ordnung. Ich checke meist an Tag 3 oder 4, ob alles in Ordnung ist, und entferne ggf. Sachen, die an die Oberfläche der Salzlake aufgestiegen sind und Probleme bereiten könnten.
5. Wenn die Chili- und Paprikaschoten ausreichend fermentiert haben und sich kein Schimmel o.Ä. gebildet hat, kann es mit der Verarbeitung der Schoten weitergehen. Dafür einfach die Salzlake abgießen – einen Teil davon auffangen. Die abgetropften Schoten in einen Mixer geben und fein mixen/pürieren. Sollte die Mischung zu breiig wirken, ein wenig Salzlake dazugeben und noch einmal durchmixen. Zum Schluss noch ein wenig Weißweinessig dazugeben – 1 EL sollte reichen – und noch einmal durchmixen. Die Hot Sauce in sterile Fläschchen füllen und im Kühlschrank lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde und sich keine Keime beim Fermentieren gebildet haben, sollte die Hot Sauce bis zu 6 Monate im Kühlschrank durchhalten.
1. Wash and dry the chilis and bell peppers. Remove the green stems from the chili peppers and cut them into (not too small) pieces. If you prefer a milder hot sauce, remove all or at least some of the seeds. Halve the bell peppers and remove the seeds and membranes. Cut the bell peppers into pieces as well. Keep one larger piece intact to serve as a »lid«.
2. Add the chili and bell pepper pieces to a clean preserving glass jar and press them down a bit. Add the larger piece of bell pepper last so it covers everything underneath. Hold the pieces in place using a fermentation weight* or a similar tool.
3. Next, prepare a brine using water and sea salt. The quantity depends on the size of the jar. The solution should contain 2% salt. This means for 1 liter of water you need about 20g (0.7 oz) of sea salt. Once the salt has completely dissolved, pour the brine into the glass jar. The veggies should be fully submerged in the brine. Give the jar a gentle shake to release any trapped air bubbles. Nothing should be floating on the surface – remove any seeds that have risen to the top, for example. Discard any leftover brine or use it, for example, for cooking pasta. Close the glass jar with the lid, but do not tighten it too much. Gases produced during fermentation need a way to escape. If you plan to ferment foods frequently, it might be worth investing in fermentation jars* with special lids designed to allow gas to escape easily without letting air in.
4. Once the glass jar is fully prepared and nothing is floating on the surface of the brine, place it in a corner of the kitchen that stays cool and out of direct sunlight. An ideal temperature range for fermentation is approximately 20–24°C (68–75°F) over a period of 5–10 days. The warmer the environment, the faster the fermentation process proceeds. However, higher temperatures also increase the risk of unwanted bacteria or mold developing. The brine will turn cloudy after a few days, but this is perfectly normal. I usually check the glass jar on day 3 or 4 to ensure everything looks good, removing any bits that may have floated to the surface and could cause issues.
5. Once the chili and bell peppers have fermented sufficiently, and provided no mold or other contaminants have formed, you can proceed to process the peppers. Simply drain the brine, making sure to reserve some of it. Place the drained peppers in a blender and blend/purée until smooth. If the mixture seems too thick or paste-like, add a little of the reserved brine and blend again. Finally, add some white wine vinegar – 1 tablespoon should suffice – and blend once more. Pour the hot sauce into sterilized bottles and store them in the fridge. If you worked clean and no harmful bacteria developed during fermentation, the hot sauce should keep in the refrigerator for up to 6 months.



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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Fermentierte Hot Sauce
- Prep Time: 00:15
- Cook Time: 00:00
- Total Time: 7 Tage
- Yield: 1 1x
- Category: Homemade Stuff
- Method: -
- Cuisine: International
- Diet: Vegan
Beschreibung
Wer es scharf mag, wird diese hausgemachte, fermentierte Hot Sauce sicher mögen. Super einfach zuzubereiten und perfekt zum Würzen und für viele Rezepte.
Zutaten
6-7 Chilischoten (rot, gelb oder grün)
1-2 Paprikaschoten (rot, gelb oder grün)
Salzlösung mit Meersalz (2%)
etwas Weißweinessig
Arbeitsschritte
1. Die Chilischoten und Paprika waschen und trocknen. Die grünen Stiele der Chilischoten entfernen und die Schoten dann in nicht zu kleine Stücke schneiden. Wer die Hot Sauce nicht ganz so hot/scharf mag, sollte die Samen der Chilischoten ganz, oder zumindest teilweise entfernen. Die Paprikaschoten halbieren und die Innereien entfernen. Die Paprika ebenfalls in Stücke schneiden – hier empfiehlt es sich, ein größeres Stück intakt zu halten, das dann als »Deckel« dienen kann.
2. Die Chilischoten- und Paprikastücke in ein sauberes Einmachglas geben und etwas zusammendrücken. Das größere Stück der Paprikaschote sollte am Ende dazugeben werden und alles deckeln. Die Chilischoten- und Paprikastücke mit einem Fermentiergewicht* oder einem anderen Hilfsmittel an Ort und Stelle halten.
3. Als Nächstes eine Salzlösung aus Wasser und Meersalz zubereiten. Die Menge hängt hier von der Größe des Einmachglases ab. Die Lösung sollte 2 % Salz enthalten. Bei 1l Wasser wären das also knapp 20g Meersalz. Wenn sich das Salz im Wasser komplett aufgelöst hat, die Salzlake in das Glas füllen. Das Gemüse sollte komplett mit der Salzlösung bedeckt sein. Ein wenig am Glas rütteln, damit sich eingeschlossene Luftblasen lösen können. Es darf nichts an der Oberfläche schwimmen – aufgestiegene Samen z.B. sollten entfernt werden. Reste der Salzlösung einfach wegschütten oder eventuell zum Kochen von Pasta verwenden. Das Einmachglas mit dem Deckel verschließen, aber nicht zu fest – Gase, die sich beim Fermentieren entwickeln, sollten die Möglichkeit haben, entweichen zu können. Für alle, die öfter etwas fermentieren möchten, lohnt vielleicht die Anschaffung von Fermentiergläsern* mit speziellen Deckeln, die das Entweichen von Gasen begünstigen.
4. Wenn das Glas mit dem Gemüse komplett präpariert wurde und nichts an der Oberfläche schwimmt, kann das Glas in eine Ecke der Küche gestellt werden, die nicht zu warm wird und keine direkte Sonne bekommt. Ideal zum Fermentieren sind etwa 20-24°C für einen Zeitraum von 5-10 Tagen. Je wärmer das Gemüse in der Salzlake lagert, umso schneller geht der Fermentierungsprozess vonstatten. Bei höheren Temperaturen läuft man allerdings auch Gefahr, dass sich irgendwann unerwünschte Keime und Schimmelpilze bilden. Nach ein paar Tagen wird die Salzlake trüb werden, aber das ist vollkommen in Ordnung. Ich checke meist an Tag 3 oder 4, ob alles in Ordnung ist, und entferne ggf. Sachen, die an die Oberfläche der Salzlake aufgestiegen sind und Probleme bereiten könnten.
5. Wenn die Chili- und Paprikaschoten ausreichend fermentiert haben und sich kein Schimmel o.Ä. gebildet hat, kann es mit der Verarbeitung der Schoten weitergehen. Dafür einfach die Salzlake abgießen – einen Teil davon auffangen. Die abgetropften Schoten in einen Mixer geben und fein mixen/pürieren. Sollte die Mischung zu breiig wirken, ein wenig Salzlake dazugeben und noch einmal durchmixen. Zum Schluss noch ein wenig Weißweinessig dazugeben – 1 EL sollte reichen – und noch einmal durchmixen. Die Hot Sauce in sterile Fläschchen füllen und im Kühlschrank lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde und sich keine Keime beim Fermentieren gebildet haben, sollte die Hot Sauce bis zu 6 Monate im Kühlschrank durchhalten.
Hinweise
Viel Erfolg beim Fermentieren!
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