Wer gerne mal Gemüse einlegt und haltbar macht, wird diesen scharfen Rettichsalat aus Korea (Mue Saeng Chae) sicher auch mögen. Den muss man zwar nicht tagelang rumstehen lassen, bis man ihn essen kann… es schadet aber auch nicht, wenn er ein paar Tage im Kühlschrank steht. Mit jedem Tag wird er eigentlich noch besser und auch gesünder, dank einsetzender Fermentierung.

In Korea mag man es ja gerne mal etwas schärfer. Scharfe Salate, wie dieser Rettichsalat, Tteokbokki, oder Buldak (Fire Chicken), sind da nur einige Beispiele. Ich habe Südkorea bisher leider noch nicht besucht – wir hatten schon einmal eine Reise ins K‑Pop-Land geplant, Flüge, Hotels und alles andere – nur leider hatte uns damals COVID-19 einen Strich durch die Rechnung gemacht. Shit happens. Das soll aber nicht heißen, wir hätten hier nicht schon einiges an koreanischen Gerichten gegessen und auch selbst gekocht.
Irgendwann klappt es ja vielleicht noch einmal mit einer Reise. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das soll uns hier jetzt aber nicht weiter belasten. Sagen wir es mal so. Man muss ja nicht unbedingt in ein Land reisen, um leckere Gerichte von dort probieren zu können. Besonders in einer Stadt wie Berlin gibt es ja schier unendlich viele Möglichkeiten, Landesküchen aus jeder Ecke des Erdballs auszuprobieren.

Anyway. Man kann auch einfach selbst machen und Sachen ausprobieren. So geschieht das hier zumindest immer. Koreanisches Kimchi z.B. hab’ ich das erste Mal in einem Workshop selbst zubereitet und seitdem ist es bei uns zum absoluten Liebling geworden und wird von mir immer wieder mal zu Hause in Gläser geschichtet. Dieser scharf eingelegte Kohl eignet sich für sooo viele Sachen – als Beilage für Gerichte, zum Aufpeppen von Sandwiches, Pizza, Pasta & Co. und vieles mehr.
Dieser scharfe Rettichsalat ist jetzt vielleicht nicht ganz so vielseitig wie Kimchi, macht sich aber trotzdem gut als Beilage für viele Gelegenheiten… oder eben als einfacher Snack zwischendurch. Bei uns gehört der Salat z.B. ins Repertoire koreanischer Tapas. So etwas gibt es natürlich nicht wirklich, aber wir bereiten uns gerne mal kleinere Gerichte wie diesen scharfen Rettichsalat, Gurkensalat, scharfe Fleischbällchen oder Gyoza zu und servieren die dann in kleinen Schälchen und jeder kann sich dann selbst bedienen. Eben wie bei spanischen Tapas…

Für den Rettichsalat hier, ist Daikon Rettich der Go-to-Rettich, könnte man sagen. Hierzulande kann man alternativ einen einfachen weißen Rettich verwenden, wenn sich das Original nicht heranschaffen lässt. Beim deutschen Rettich muss man nur etwas aufpassen – der kann durchaus mal recht scharf sein, je nach Sorte – Daikon Rettich ist da etwas milder. Scharf ist bei diesem Salat ja nicht falsch, aber beim Würzen muss man dann ggf. etwas aufpassen, wenn man einen scharfen Rettich erwischt – man will es ja auch nicht übertreiben.
Ansonsten gibt es zur Zubereitung des Salates nicht viel zu sagen. Den Rettich, die Birne und das restliche Gemüse einfach in Form bringen (Stifte passen hier gut), ordentlich würzen und dann einfach einige Zeit ziehen lassen. Nach 20-30 Minuten ist der Rettichsalat eigentlich schon gut für den Verzehr – man kann den Salat aber auch einige Tage im Kühlschrank stehen lassen. Je länger der Salat Zeit zum Marinieren hat, desto besser lernen sich die Zutaten kennen und es entwickelt sich mehr Geschmack.
Natürlich gibt es nicht nur in Korea leckeren Rettichsalat. Auch hierzulande wird mit den (meist) weißen Rettichrüben/-wurzeln gerne Salat zubereitet. Bestes Beispiel ist hier ein einfacher und schneller Apfel Rettich Salat, wie man ihn gerne im Süden der Republik serviert. Eine Brotzeit ohne »Radi« ist ja nur halb so gut, hab’ ich mir mal sagen lassen…
Wie wäre es alternativ mit einem Thai-Style Kohlrabi Rohkostsalat? Der ist auch prima als Beilage, funktioniert aber auch prima als Hauptspeise mit ein paar kleineren Sachen und Brot nebenbei. Im Sommer ist so ein Salat auf jeden Fall sehr erfrischend!
ZUTATEN / INGREDIENTS
(4 Personen)
500g Daikon Rettich (oder weißer Rettich), gestiftelt
1 TL Salz
1/2 Birne, gestiftelt
3 Frühlingszwiebeln, in Spalten
3-4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kl. Stück Ingwer, gerieben
1 EL Gochugaru*
1 EL Fischsauce*
1 EL Reisessig*
1 EL geröstetes Sesamöl*
1 EL Kokosblütenzucker*
1 EL Sesam (geröstet)*
(4 servings)
17.6 oz. (500g) Daikon radish (or white radish), julienned
1 tsp. salt
1/2 pear, julienned
3 spring onions, in strips
3-4 garlic cloves, finely chopped
1 small piece of ginger, grated
1 tbsp. Gochugaru*
1 tbsp. fish sauce*
1 tbsp. rice vinegar*
1 tbsp. toasted sesame oil*
1 tbsp. coconut blossom sugar*
1 tbsp. toasted sesame seeds*


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Den Rettich schälen und in dünne Stifte schneiden. Mit dem Salz in einer Schüssel vermischen und etwa 20 Minuten ziehen lassen.
2. Die Birne in dünne Stifte schneiden (Schale kann dranbleiben). Die Frühlingszwiebeln säubern, längs halbieren oder vierteln und dann in 3cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und fein reiben. Alles zusammen mit Gochugaru, Fischsauce, Reisessig, Sesamöl, Kokosblütenzucker und geröstetem Sesam in einer Schüssel vermengen.
3. Der Rettich wird etwas Wasser abgegeben haben – dieses Wasser wegschütten und den Rettich dann zur Schüssel mit den restlichen Zutaten dazugeben und alles gut vermengen. Der Salat kann jetzt als Beilage serviert werden.
4. Man kann den Salat auch noch eine Weile im Kühlschrank ziehen lassen und erst später servieren (wird jeden Tag etwas besser). Der Salat kann bis zu 7 Tage gut gekühlt gelagert werden.
1. Peel the radish and cut it into thin sticks. Mix with the salt in a bowl and let it sit for about 20 minutes.
2. Cut the pear into thin sticks as well (the skin can stay on). Clean the spring onions, half or quarter them lengthwise, and cut them into 3cm pieces. Peel and finely chop the garlic. Peel and finely grate the ginger. Mix everything in a bowl with Gochugaru, fish sauce, rice vinegar, sesame oil, coconut blossom sugar, and the toasted sesame seeds.
3. The radish will have released some water – discard this water and then add the radish to the bowl with the other ingredients and mix well. The salad is now ready to serve as a side dish.
4. You can let the salad marinate for longer if needed (it gets even better with time). It will stay fresh for up to 7 days when cooled properly in the fridge.

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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Scharfer Rettichsalat (Mue Saeng Chae)
- Prep Time: 00:20
- Cook Time: 00:00
- Total Time: 00:25
- Yield: 1 1x
- Category: Salat
- Method: -
- Cuisine: Korea
Beschreibung
Mit Rettich kann man einiges mehr anstellen, als so mancher vielleicht denkt. Dieser scharfe Rettichsalat (Mue Saeng Chae) ist ein gutes Beispiel…
Zutaten
500g Daikon Rettich (oder weißer Rettich), gestiftelt
1 TL Salz
1/2 Birne, gestiftelt
3 Frühlingszwiebeln, in Spalten
3-4 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kl. Stück Ingwer, gerieben
1 EL Gochugaru*
1 EL Fischsauce*
1 EL Reisessig*
1 EL geröstetes Sesamöl*
1 EL Kokosblütenzucker*
1 EL Sesam (geröstet)*
Arbeitsschritte
1. Den Rettich schälen und in dünne Stifte schneiden. Mit dem Salz in einer Schüssel vermischen und etwa 20 Minuten ziehen lassen.
2. Die Birne in dünne Stifte schneiden (Schale kann dranbleiben). Die Frühlingszwiebeln säubern, längs halbieren oder vierteln und dann in 3cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und fein reiben. Alles zusammen mit Gochugaru, Fischsauce, Reisessig, Sesamöl, Kokosblütenzucker und geröstetem Sesam in einer Schüssel vermengen.
3. Der Rettich wird etwas Wasser abgegeben haben – dieses Wasser wegschütten und den Rettich dann zur Schüssel mit den restlichen Zutaten dazugeben und alles gut vermengen. Der Salat kann jetzt als Beilage serviert werden.
4. Man kann den Salat auch noch eine Weile im Kühlschrank ziehen lassen und erst später servieren (wird jeden Tag etwas besser). Der Salat kann bis zu 7 Tage gut gekühlt gelagert werden.
Hinweise
Viel Spaß bei der Zubereitug!
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