Khao Niew Mamuang ist ein beliebter Nachtisch in Thailand – die meisten werden ihn als Mango & Sticky Rice kennen. Ein einfaches Dessert, bei dem – der Name verrät es ja bereits – frische Mango mit (Kokos-) Reis serviert wird. Klingt simpel und vielleicht nicht einmal spannend für Europäer & Co., aber die Kombination ist einfach richtig lecker! Eine Reise nach Thailand wäre nicht komplett, wenn dieser leckere Nachtisch nicht mindestens einmal auf dem Teller landen würde…

Ich sage es ja immer und immer wieder – wir sind hier riesengroße Fans der asiatischen Küche. Thailand haben wir mittlerweile schon mehrfach bereist und sind jedes Mal von der lokalen Küche absolut begeistert. Irgendwie schmeckt da einfach alles – vielleicht abgesehen von Durian. Die ist etwas schwierig. Nicht nur für die Nase. Wer die Frucht kennt, wird wissen, was gemeint ist. Es gibt schon gute Gründe, weshalb sie in vielen Hotels nicht erlaubt ist…
Anyway. Sticky Rice mit Mango (oder umgekehrt) ist, wie bereits erwähnt, ein recht einfacher Nachtisch. Thai-Reis wird gedämpft (oder auch gekocht) und dann mit Kokosmilch verfeinert. Dazu gibt es frische Mango und oftmals auch noch eine leicht salzige Kokossauce und Crispy Mung Beans. Jede Komponente für sich alleine ist nicht sonderlich spannend, aber die Kombination macht die Sache einfach genial. Extrem lecker. Süß, salzig, fruchtig, frisch… alles in einem!

Man kann den Reis für diesen Nachtisch auf verschiedene Arten zubereiten. Wir haben uns aus Thailand mal einen Bambus-Reisdämpfer mit nach Hause mitgenommen – auf dem Foto weiter unten kann man ihn sehen – und benutzen den für die Zubereitung des Reises. In Deutschland findet man die Reisdämpfer aus Bambus gerne mal in asiatischen Supermärkten. Leider sind sie durch den Import einiges teurer als in Thailand – wer sich aber öfter mal Reis damit zubereiten möchte, wird sicher nichts gegen die kleine Investition haben. Ich hab’ online leider nur ein recht teures Exemplar gefunden (und im Rezept verlinkt) – in asiatischen Supermärkten sind die sicher trotzdem noch einiges günstiger…
Alternativ zum Bambus-Reisdämpfer kann man übrigens auch einen Dämpfer aus Metall* verwenden – die sind hier in Deutschland ja einiges einfacher und günstiger zu finden. Bei denen hat man allerdings oft das Problem, dass die Löcher etwas zu groß sind für den Reis. Ein Passiertuch hilft hier im Fall der Fälle. Wem das alles zu aufwendig ist, kann den Reis auch einfach nur ganz klassisch im Topf oder Reiskocher kochen/garen. Damit bekommt man zwar eine etwas andere Textur, aber geschmacklich passt es trotzdem.
Was man neben dem Reis und der Kokossauce noch braucht, ist eine bzw. mehrere reife Mangos. Hier ist die Auswahl in Deutschland bedauerlicherweise etwas eingeschränkt – wenn ich richtig gelesen habe, dann gibt es in Thailand über 200 verschiedene Mangosorten. Da etwas Leckeres zu finden, ist dann natürlich um einiges einfacher. Wer nicht oft Mangos kauft, sollte sich hier vielleicht von jemandem im Markt beraten lassen. Der Nachtisch schmeckt nur dann richtig gut, wenn man schöne, reife Mangos verwendet.
Wer jetzt mit Reis nicht ganz so viel anfangen kann, oder keinen Bock auf die ganze Dämpfgeschichte hat, kann sich vielleicht auch einmal unsere Silom Pandan Waffeln mit Mango & Kokossauce anschauen. Ähnliche Aromen, frische Mango, Kokossauce und richtig lecker! Ausprobieren lohnt auf jeden Fall!
Alternativ zu den ganzen süßen Sachen kann ich auch noch eine leckere Kokossuppe aus Thailand anbieten. Tom Kha Gai wird mit Hühnchen zubereitet und ist ebenfalls richtig lecker! Bei uns in Deutschland verbindet man Hühnersuppe ja eher mit der kalten Jahreszeit oder mit einer Erkältung – diese Thai-Version schmeckt das ganze Jahr über.
ZUTATEN / INGREDIENTS
(6 Portionen)
Für den Reis:
270g Thai (Langkorn) Klebreis*
160ml Kokosmilch*
50g Zucker (etwas mehr, wenn man es süßer mag)
1/8 TL Salz
Für die gesalzene Kokossauce:
120ml Kokosmilch*
1/4 TL Salz
1 TL Speisestärke
1 EL Wasser
Für das Finish:
einige Crispy Mung Beans (s. Rezept unten) oder schwarzer Sesam
3 reife Mangos
(6 servings)
For the rice:
9.5 oz. (270g) Thai (long grain) sticky rice*
2/3 cup (160ml) coconut milk*
1/4 cup (50g) sugar (add a bit more if you like it sweeter)
1/8 tsp. salt
For the salted coconut sauce:
1/2 cup (120ml) coconut milk*
1/4 tsp. salt
1 tsp. cornstarch
1 tbsp. water
To finish:
some crispy bung beans (see recipe below) or black sesame seeds
3 ripe mangos

Crispy Mung Beans
50g Mungbohnen*, geschält und halbiert
500ml Wasser
etwas Öl zum Anbraten
1. Die Bohnen zuerst in kaltem Wasser spülen, dann zusammen mit den 500ml Wasser in einen kleinen Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann vom Herd ziehen, abdecken und die Bohnen etwa 9–10 Minuten einweichen lassen. Die eingeweichten Bohnen aus dem Topf nehmen, mit kaltem Wasser abspülen und dann abtropfen lassen – am besten auf etwas Küchenpapier, damit die Bohnen schön trocken werden.
2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die abgetropften Bohnen dazugeben und bei mittlerer Hitzezufuhr einige Minuten anrösten, dabei immer wieder umrühren, bis die Bohnen knusprig und goldbraun sind. Vom Herd ziehen, aus der Pfanne entfernen und komplett abkühlen lassen. Die knusprigen Mungobohnen kann man in einem luftdichten Behälter bis zu einem Monat aufbewahren.
1.8 oz. (50g) mung beans*,
2 cups (500ml) water
some oil for frying
1. Rinse the beans in cold water, then add them together with the water to a small pot. Bring to a boil, then remove from the heat, cover and let the beans soak for about 9-10 minutes. Remove from the pot, rinse with cold water and let drain – best on some kitchen paper to get the beans really dry.
2. Add a bit of oil to a frying pan, add the drained beans and toast them over medium-high heat for several minutes, stirring often, until crunchy and golden. Remove from the heat and from the frying pan and let cool down completely. The crispy mung beans can be stored in an airtight container for up to a month.

ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Den Reis am Vorabend waschen, bis das Wasser nur noch leicht trüb ist, und dann in ausreichend Wasser für mind. 3 Stunden oder über Nacht einweichen lassen.
2. Bevor es mit dem Reis weitergeht, die gesalzene Kokossauce zubereiten. Für die Sauce die 120ml Kokosmilch und das Salz in einem kleinen Topf erhitzen. Stärke und Wasser verrühren, zur Kokosmilch dazugeben und unterrühren. Die Sauce kurz köcheln lassen, bis sie schön angedickt hat. Die fertige Sauce in eine kleine Schüssel umfüllen, zur Seite stellen und abkühlen lassen.
3. Die Kokosmilch (160ml) für den Reis, sowie Zucker und Salz in den gleichen Topf geben und ebenfalls erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Zur Seite stellen.
4. Einen Bamboo Rice Steamer (Huad)* für etwa 10 Minuten in Wasser einweichen lassen, damit der Reis später nicht am Korb kleben bleibt. Einen hohen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Den Reis in den Korb schütten, diesen dann auf den Topf setzen und den Reis mit einem Deckel abdecken. Darauf achten, dass der Korb das kochende Wasser nicht berührt. Den Reis etwa 23–25 Minuten dämpfen lassen, nach etwa der Hälfte der Zeit einmal wenden.
5. Kurz bevor der Reis fertig ist, die Kokosmilch noch einmal erhitzen und aufkochen lassen – Kokosmilch und Reis sollten beim Vermischen beide sehr heiß sein.
6. Den gedämpften Reis und die heiße Kokosmilch in eine Schüssel geben und alles gut vermengen. Den Reis abdecken und etwa 15–20 Minuten ziehen lassen. Danach den Reis noch einmal durchmischen und abgedeckt weitere 15–20 Minuten ziehen lassen – nach dieser Ruhezeit ist der Reis servierfertig. Während sich Reis und Kokosmilch kennenlernen, kann man die Crispy Mung Beans für das Topping zubereiten (optional). Den fertigen Reis kann man übrigens mehrere Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahren und auch erst später servieren. Nur nicht in den Kühlschrank stellen.
7. Zum Anrichten die Mangos entlang des Steins in zwei dicke Scheiben schneiden. Das Fruchtfleisch längs und quer einschneiden, damit ein quadratisches Muster entsteht. Die Schale von der Rückseite her eindrücken, damit die geschnittenen Fruchtfleischstücke nach vorne treten (s. Fotos). Die Mangos zusammen mit jeweils einer Portion Klebreis, etwas gesalzener Kokosnusssauce und Crispy Mung Beans (oder schwarzem Sesam) auf Tellern oder in Schüsseln anrichten. Guten Appetit!
Hinweis: Wer keinen Bambuskorb für den Reis hat, kann hier auch einen Dämpfaufsatz* ein ganz normales Metallsieb verwenden – funktioniert beides genauso gut. Sind die Löcher beim Aufsatz oder Sieb größer, sollte man den Reis vorab noch in ein feuchtes Passiertuch* ö.Ä. einschlagen.
1. The night before, wash the rice until the water is only slightly cloudy, then soak it in enough water for at least 3 hours or overnight.
2. Before you continue with the rice, make the salted coconut sauce. Add the 1/2 cup (120ml) coconut milk and salt to a small saucepan and heat up. Combine cornstarch and water, add it to the coconut milk and stir it in. Let the sauce simmer for a moment until it has thickened nicely. Remove from the heat and transfer to a small bowl – set aside and let cool down.
3. To the same saucepan, add the coconut milk (2/3 cup/160ml) for the rice, as well as the sugar and salt. Heat up until the sugar has dissolved completely. Set aside.
4. Soak your bamboo rice steamer (huad)* in water for about 10 minutes, so the rice does not stick to the basket later on. Bring a tall pot with water to a boil. Add the rice to the steamer basket and set it on top of the pot, cover the rice with a lid. Make sure the boiling water is not touching the basket. Let the rice steam for about 23-25 minutes, flipping the rice once, halfway through.
5. About a minute or so before the rice is done, heat up the coconut milk once more and bring it back to a boil – you want the coconut milk and rice to be both hot when mixing.
6. Add the steamed rice and hot coconut milk to a bowl and stir to combine. Cover the rice and let it sit for about 15-20 minutes. Mix the rice once more and let it sit another 15-20 minutes (still covered). After this, the rice is ready to be served. While the rice is soaking in the coconut milk, you can prepare the crispy mung beans, if you like to use them as a topping (optional). You can keep the soaked rice at room temperature for several hours if you are not ready to serve yet. Do not place it in the fridge before serving.
7. To serve, cut the mangoes into two big slices along the stone. Cut crosswise into the flesh, then press against the mango peel from the back to push the cut mango flesh out. Arrange the mangoes on plates (or in bowls), along with the sticky rice, the salted coconut sauce and some crispy mung beans (or black sesame). Enjoy!
Note: If you don’t have a bamboo rice steamer at hand, you can use a metal steamer basket* or a regular metal sieve instead – both give you a similar result. If the holes in the basket/sieve are larger, you should wrap the rice in a damp cheesecloth* or similar beforehand.


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Mango & Sticky Rice (Khao Niew Mamuang)
- Prep Time: 00:20
- Cook Time: 00:25
- Total Time: 06:30
- Yield: 6 1x
- Category: Nachtisch
- Method: -
- Cuisine: Thailand
- Diet: Vegetarian
Beschreibung
Mango & Sticky Rice ist ein beliebter Nachtisch aus Thailand – die Zubereitung braucht etwas Zeit, lohnt aber auf jeden Fall! Super lecker!
Zutaten
Für den Reis:
270g Thai (Langkorn) Klebreis*
160ml Kokosmilch*
50g Zucker (etwas mehr, wenn man es süßer mag)
1/8 TL Salz
Für die gesalzene Kokossauce:
120ml Kokosmilch*
1/4 TL Salz
1 TL Speisestärke
1 EL Wasser
Für das Finish:
einige Crispy Mung Beans (s. Rezept unten) oder schwarzer Sesam
3 reife Mangos
Arbeitsschritte
1. Den Reis am Vorabend waschen, bis das Wasser nur noch leicht trüb ist, und dann in ausreichend Wasser für mind. 3 Stunden oder über Nacht einweichen lassen.
2. Bevor es mit dem Reis weitergeht, die gesalzene Kokossauce zubereiten. Für die Sauce die 120ml Kokosmilch und das Salz in einem kleinen Topf erhitzen. Stärke und Wasser verrühren, zur Kokosmilch dazugeben und unterrühren. Die Sauce kurz köcheln lassen, bis sie schön angedickt hat. Die fertige Sauce in eine kleine Schüssel umfüllen, zur Seite stellen und abkühlen lassen.
3. Die Kokosmilch (160ml) für den Reis, sowie Zucker und Salz in den gleichen Topf geben und ebenfalls erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Zur Seite stellen.
4. Einen Bamboo Rice Steamer (Huad)* für etwa 10 Minuten in Wasser einweichen lassen, damit der Reis später nicht am Korb kleben bleibt. Einen hohen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Den Reis in den Korb schütten, diesen dann auf den Topf setzen und den Reis mit einem Deckel abdecken. Darauf achten, dass der Korb das kochende Wasser nicht berührt. Den Reis etwa 23–25 Minuten dämpfen lassen, nach etwa der Hälfte der Zeit einmal wenden.
5. Kurz bevor der Reis fertig ist, die Kokosmilch noch einmal erhitzen und aufkochen lassen – Kokosmilch und Reis sollten beim Vermischen beide sehr heiß sein.
6. Den gedämpften Reis und die heiße Kokosmilch in eine Schüssel geben und alles gut vermengen. Den Reis abdecken und etwa 15–20 Minuten ziehen lassen. Danach den Reis noch einmal durchmischen und abgedeckt weitere 15–20 Minuten ziehen lassen – nach dieser Ruhezeit ist der Reis servierfertig. Während sich Reis und Kokosmilch kennenlernen, kann man die Crispy Mung Beans für das Topping zubereiten (optional). Den fertigen Reis kann man übrigens mehrere Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahren und auch erst später servieren. Nur nicht in den Kühlschrank stellen.
7. Zum Anrichten die Mangos entlang des Steins in zwei dicke Scheiben schneiden. Das Fruchtfleisch längs und quer einschneiden, damit ein quadratisches Muster entsteht. Die Schale von der Rückseite her eindrücken, damit die geschnittenen Fruchtfleischstücke nach vorne treten (s. Fotos). Die Mangos zusammen mit jeweils einer Portion Klebreis, etwas gesalzener Kokosnusssauce und Crispy Mung Beans (oder schwarzem Sesam) auf Tellern oder in Schüsseln anrichten. Guten Appetit!
Hinweise
Wer keinen Bambuskorb für den Reis hat, kann hier auch einen Dämpfaufsatz* ein ganz normales Metallsieb verwenden – funktioniert beides genauso gut. Sind die Löcher beim Aufsatz oder Sieb größer, sollte man den Reis vorab noch in ein feuchtes Passiertuch* ö.Ä. einschlagen.
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