Wenn es ein Gericht gibt, das wir in einem indischen Restaurant immer und immer wieder bestellen, dann ist das Chicken Tikka Masala. So schön cremig, so lecker und nicht so scharf, wie viele andere Gerichte auf der Menükarte. Für manche Personen ist so etwas ja durchaus wichtig, weil sie ungern schweißgebadet am Tisch sitzen wollen nach dem ersten Bissen. Alles schon miterlebt…

Chicken Tikka Masala und andere Versionen davon (z.B. mit Kichererbsen oder Blumenkohl) sind auf der ganzen Welt bekannt und werden mit der indischen Küche in Zusammenhang gebracht. Was wäre, wenn ich jetzt aber sage, dass das Gericht überhaupt nicht aus Indien kommt?
Der Ursprung des Gerichts liegt mit Sicherheit auf dem indischen Subkontinent. Butter Chicken (Murgh Makhani), das mit Chicken Tikka Masala recht nah verwandt ist, hat dort in den 50ern das Licht der Welt erblickt. Auch noch nicht so sehr lange her, oder? Ein paar Jahre später hat sich daraus dann das Chicken Tikka Masala entwickelt – nur eben nicht in Indien, sondern im schottischen Glasgow (so die Legende). Die Briten sind ja bekannt dafür, dass sie als Kolonialherren so einiges aus Indien mit nach Hause genommen haben… Die Vorliebe für indische Gerichte war da wohl auch mit dabei.

In Indien (so hab’ ich mir sagen lassen) ist das Gericht also eher eine Spezialität und kein heimisches Gericht, das überall zu finden wäre. Schon seltsam, der? Nun ja, soll uns jetzt nicht groß stören – leckeres Essen ist leckeres Essen, egal, wo der Ursprung jetzt genau liegt. Wir kochen uns ab und an auf jeden Fall gerne mal Chicken Tikka Masala.
Die Zubereitung ist nicht sonderlich kompliziert – es dauert alles nur etwas länger und man braucht auch das ein oder andere, vielleicht etwas exotischere Gewürz für die Zubereitung. Das konnte man sich aber vermutlich fast denken. Wer indische (oder britisch-indische) Gerichte von Grund auf selbst zubereiten möchte, ohne irgendwelche Tüten-Mischungen, braucht einiges an Kräutern und Gewürzen.

Damit sich die Aromen dieser ganzen Kräuter/Gewürze auch richtig entfalten können, muss das Hühnchen vorab mariniert werden (mit einem Teil dieser Gewürze) und der Rest muss in einer heißen Pfanne bzw. Topf erst einmal schön angeröstet werden. Im Englischen nennt man das »blooming«, also so was wie »aufblühen« lassen. Passt einwandfrei, finde ich. Marinieren und Anrösten sorgen dafür, dass sich die Aromen im Fleisch und der Soße gut entfalten/entwickeln können. Das ist bei diesem Gericht das A und O!
Der Rest ist dann eigentlich ein Kinderspiel. Alles im Topf zusammenbringen und schön entspannt köcheln lassen – schwupps hat man ein leckeres Essen am Start. Wir kochen uns übrigens immer etwas mehr, weil man Reste prima einfrieren und dann an einem anderen Tag wieder aufwärmen kann.
Wer mit diesem Rezept jetzt »auf den Trichter gekommen ist« (sagt man doch so, oder?), der kann sich gleich auch noch unser veganes Kichererbsen Tikka Masala anschauen. Wie bereits erwähnt, muss es bei diesem Gericht nicht immer Hühnchen sein. Pflanzliche Alternativen sind hier mindestens genauso gut und lecker!
Oder wie wäre es mit der Vorlage für das Chicken Tikka Masala? Ein leckeres Butter Chicken mit cremiger Soße und einer Portion Reis und/oder Naan dazu?! Alternativ hätten wir da auch eine vegane Version – unser Butter Blumenkohl mit Reis. Ebenfalls ein sehr leckeres Gericht! Es soll hier ja nicht heißen, wir würden nicht genügend Alternativen anbieten… ;P
ZUTATEN / INGREDIENTS
(6 Portionen)
Für das marinierte Hähnchen:
800g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten
5–6 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 TL fein geriebener Ingwer
4 TL Kurkuma*
2 TL Kreuzkümmel* (gemahlen)
2 TL Korianderkraut*
2 TL Garam Masala*
200g Joghurt (1,8 %)
1 1/2 TL Salz
Für die Sauce:
etwas Ghee* oder Öl zum Braten
1 große weiße Zwiebel, in dünne Spalten geschnitten
2 EL Tomatenmark*
6–8 grüne Kardamomkapseln*, zerstoßen
1 TL Chiliflocken*
2 Dosen (800g) stückige Tomaten*
250ml Wasser
250ml Sahne
2–3 Stängel frischer Koriander, gehackt
Zum Servieren:
gekochter Basmatireis zum Servieren
etwas gehackter Koriander zum Garnieren
(6 servings)
For the marinade & chicken:
28 oz. (800g) chicken breast, in bite-size pieces
5-6 garlic cloves, finely chopped
4 tsp. finely grated ginger
4 tsp. ground turmeric*
2 tsp. ground cumin*
2 tsp. dried cilantro*
2 tsp. garam masala*
7 oz. (200g) yogurt (1.8%)
1 1/2 tsp. salt
For the sauce/chicken:
some ghee* or oil for frying
1 large white onion, cut into thin wedges
2 tbsp. tomato paste*
6-8 green cardamom pods*, crushed
1 tsp. chili flakes*
2 cans (28 oz./800g) chunky tomatoes* https://amzn.to/4pnXG5t
1 cup (250ml) water
1 cup (250ml) heavy cream
2-3 stalks of fresh cilantro, chopped
To finish:
cooked basmati rice for serving
some chopped cilantro for decorations


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Die Hähnchenbrust säubern und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch schälen und sehr fein hacken (oder reiben). Ingwer schälen und fein reiben. Den gehackten Knoblauch, geriebenen Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Korianderkraut und Garam Masala vermischen – die Hälfte davon für später aufbewahren (in einem gut verschließbaren Behälter im Kühlschrank) und den Rest zur Hähnchenbrust dazugeben. Joghurt und Salz ebenfalls zum Hähnchen dazugeben und alles gut vermengen, bis das Hähnchen gleichmäßig mit der Marinade bedeckt ist. Das Fleisch abdecken und mind. 4–6 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Kardamomkapseln in einem Mörser aufbrechen. Den Koriander für die Sauce hacken. Das Hähnchen und die Gewürzmischung aus dem Kühlschrank nehmen und alles zum Kochen bereithalten.
3. Einen großen gusseisernen Topf* mit etwas Ghee oder Öl erhitzen. Die Zwiebelstücke dazugeben und etwa 2–3 Minuten glasig andünsten. Tomatenmark, Kardamomkapseln, Chiliflocken und die Gewürzmischung aus dem Kühlschrank dazugeben und alles unter ständigem Rühren einige Minuten lang anrösten, bis die Mischung etwas dunkler geworden ist und schön duftet.
4. Die stückigen Tomaten und das Wasser dazugeben, alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitzezufuhr reduzieren und die Sauce unter gelegentlichem Rühren für etwa 5–6 Minuten köcheln lassen. Als Nächstes die Sahne und den gehackten Koriander dazugeben und unterrühren. Den Topf abdecken, die Sauce gelegentlich umrühren und für etwa 20–25 Minuten köcheln lassen. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, etwas Reis zuzubereiten.
5. Während die Sauce köchelt, eine Pfanne mit etwas Ghee oder Öl erhitzen. Das Hähnchen in kleinen Portionen anbraten – es sollte von allen Seiten etwas Farbe bekommen, muss aber noch nicht komplett durchgegart werden. Das angebratene Fleisch immer wieder aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Wenn alles angebraten ist, das Hähnchenfleisch in die Sauce dazugeben und noch einmal etwa 10-15 Minuten in der Sauce köcheln lassen, bis das Fleisch durchgegart ist. Sauce und Hühnchen mit gekochtem Reis servieren und nach Belieben mit gehacktem Koriander verfeinern. Alternativ zum Reis kann man das Chicken Tikka Masala auch mit Naan servieren. Reste kann man bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren und erneut aufwärmen.
1. Clean the chicken and cut into bite-size pieces. Peel the garlic and chop very finely (or grate it). Peel the ginger and grate finely. Combine the chopped garlic, grated ginger, ground turmeric, ground cumin, dried cilantro, and garam masala – keep half of it for later (in a well sealing container in the fridge) and add the rest to the chicken. Add yogurt and salt as well to the chicken and mix everything until the chicken is evenly coated. Cover and place in the fridge for at least 4-6 hours or overnight.
2. Peel the onion and cut into thin wedges. Crush the cardamom pods in a mortar. Chop the cilantro for the sauce. Take the chicken and the spice mix out of the fridge. Keep everything ready for cooking.
3. Heat up a large Dutch oven* with some ghee or oil. Add the onion wedges and sauté until soft and glossy – about 2-3 minutes. Next, add the tomato paste, crushed cardamom pods, chili flakes, and the spice mix from the fridge – cook for a few minutes, stirring often, until the mixture has darkened a bit and is fragrant.
4. Add the chunky tomatoes and water, bring everything to a boil, then reduce the heat and let the sauce simmer for 5-6 minutes, stirring frequently. Next, add the heavy cream and the chopped cilantro and stir in. Cover the Dutch oven, stirring occasionally, and let the sauce simmer for about 20-25 minutes. Now is a good time to prepare the rice.
5. While the sauce is simmering, heat up a frying pan with some ghee or oil. Fry the chicken in small batches – you want some browning from all sides, but the chicken does not have to be cooked through. Take the chicken out of the frying pan and set it aside on a plate. Fry more chicken until everything is done. Add the chicken to the sauce and let it cook in the sauce for another 10-15 minutes, or until the chicken is cooked through. Serve the chicken with cooked basmati rice and chopped cilantro. Alternatively, naan is also nice with the Chicken Tikka Masala. Leftovers can be stored in the fridge up to 2 days and reheated.

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Einfaches Chicken Tikka Masala
- Prep Time: 00:40
- Cook Time: 00:50
- Total Time: 08:00
- Yield: 6 1x
- Category: Curry
- Method: -
- Cuisine: Vereinigtes Königreich
Beschreibung
Eins unserer absoluten Lieblingsgerichte – Chicken Tikka Masala braucht etwas Zeit, wenn man alles richtig machen möchte, der Aufwand lohnt aber auf jeden Fall!
Zutaten
Für das marinierte Hähnchen:
800g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten
5–6 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 TL fein geriebener Ingwer
4 TL Kurkuma*
2 TL Kreuzkümmel* (gemahlen)
2 TL Korianderkraut*
2 TL Garam Masala*
200g Joghurt (1,8 %)
1 1/2 TL Salz
Für die Sauce:
etwas Ghee* oder Öl zum Braten
1 große weiße Zwiebel, in dünne Spalten geschnitten
2 EL Tomatenmark*
6–8 grüne Kardamomkapseln*, zerstoßen
1 TL Chiliflocken*
2 Dosen (800g) stückige Tomaten*
250ml Wasser
250ml Sahne
2–3 Stängel frischer Koriander, gehackt
Zum Servieren:
gekochter Basmatireis zum Servieren
etwas gehackter Koriander zum Garnieren
Arbeitsschritte
1. Die Hähnchenbrust säubern und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch schälen und sehr fein hacken (oder reiben). Ingwer schälen und fein reiben. Den gehackten Knoblauch, geriebenen Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Korianderkraut und Garam Masala vermischen – die Hälfte davon für später aufbewahren (in einem gut verschließbaren Behälter im Kühlschrank) und den Rest zur Hähnchenbrust dazugeben. Joghurt und Salz ebenfalls zum Hähnchen dazugeben und alles gut vermengen, bis das Hähnchen gleichmäßig mit der Marinade bedeckt ist. Das Fleisch abdecken und mind. 4–6 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Kardamomkapseln in einem Mörser aufbrechen. Den Koriander für die Sauce hacken. Das Hähnchen und die Gewürzmischung aus dem Kühlschrank nehmen und alles zum Kochen bereithalten.
3. Einen großen gusseisernen Topf* mit etwas Ghee oder Öl erhitzen. Die Zwiebelstücke dazugeben und etwa 2–3 Minuten glasig andünsten. Tomatenmark, Kardamomkapseln, Chiliflocken und die Gewürzmischung aus dem Kühlschrank dazugeben und alles unter ständigem Rühren einige Minuten lang anrösten, bis die Mischung etwas dunkler geworden ist und schön duftet.
4. Die stückigen Tomaten und das Wasser dazugeben, alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitzezufuhr reduzieren und die Sauce unter gelegentlichem Rühren für etwa 5–6 Minuten köcheln lassen. Als Nächstes die Sahne und den gehackten Koriander dazugeben und unterrühren. Den Topf abdecken, die Sauce gelegentlich umrühren und für etwa 20–25 Minuten köcheln lassen. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, etwas Reis zuzubereiten.
5. Während die Sauce köchelt, eine Pfanne mit etwas Ghee oder Öl erhitzen. Das Hähnchen in kleinen Portionen anbraten – es sollte von allen Seiten etwas Farbe bekommen, muss aber noch nicht komplett durchgegart werden. Das angebratene Fleisch immer wieder aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Wenn alles angebraten ist, das Hähnchenfleisch in die Sauce dazugeben und noch einmal etwa 10-15 Minuten in der Sauce köcheln lassen, bis das Fleisch durchgegart ist. Sauce und Hühnchen mit gekochtem Reis servieren und nach Belieben mit gehacktem Koriander verfeinern. Alternativ zum Reis kann man das Chicken Tikka Masala auch mit Naan servieren. Reste kann man bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren und erneut aufwärmen.
Hinweise
Viel Spaß beim Kochen!
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