Wir backen hier supergerne mit Äpfeln und anderen heimischen Obstsorten. Im Gegensatz zu vielen anderen Früchten und Beeren sind Äpfel das ganze Jahr über verfügbar, oftmals sogar aus hiesigem Anbau, weil Äpfel einfach extrem lange gelagert werden können. Neben dem Aspekt der Verfügbarkeit ist aber natürlich auch die Vielseitigkeit von Äpfeln und was man alles damit anstellen kann, nicht unwichtig. Dieser leckere Apple Pie Gugelhupf ist nur eins von vielen Beispielen, die zeigen, was man mit ein paar Äpfeln anstellen kann. Selbst wenn einem irgendwann mal die Backideen ausgehen sollten – ein einfacher und leckerer Apfelkuchen ist immer eine gute Option!

Ein einfacher Gugelhupf ist auf den ersten Blick vielleicht nichts besonders Aufregendes, aber wie so oft im Leben, zählen die inneren Werte meist mehr, als das Erscheinungsbild, oder nicht? In diesem Fall hier sind das natürlich die zuvor erwähnten Äpfel, die in den Teig eingearbeitet wurden. Eine ordentliche Portion an Äpfeln, wie man auf einigen der Fotos vielleicht erkennen kann.
Im Gegensatz zu anderen, eher »klassischen« Gugelhupfrezepten mit Äpfeln, haben wir uns hier dafür entschieden, die Äpfel als eine Art Füllung zu verwenden, statt sie gleichmäßig im Teig zu verteilen. Das sollte dann auch den Namen ein wenig erklären, den das Gebäck von uns bekommen hat. Bei einem Apple Pie werden die kleingeschnittenen Äpfel ja auch von einer Teigschicht umhüllt und sind nicht direkt in den Teig integriert. Ganz einfach eigentlich…


Wie bei vielen Rezepten, die wir hier veröffentlichen, kann man den Kuchen so umsetzen, wie im Rezept beschrieben, oder aber auch seinen eigenen »Spin« reinbringen – sprich, man kann das Rezept nach Lust und Laune einfach abändern. ;P Wie man auf den Fotos ebenfalls gut erkennen kann, ist es ein nettes Gimmick, dass die Äpfel in der Mitte des Kuchens ihren Platz gefunden haben. Beim Anschneiden sieht das so ein wenig nach einer Höhle mit Geröll darin aus – oder, wenn man es etwas netter beschreiben möchte, dann wie eine Druse. Das sind diese Steine, die schöne Kristalle mit drin haben.
Anyway. Was ich damit eigentlich sagen wollte – auch wenn die Idee des Apple Pies hier ganz gut passt, ist sie vielleicht nicht jedermanns Sache. Nicht jeder mag es, wenn sein Kuchen beim Anschnitt so aussieht wie ein Brötchen, bei dem wegen eines Hohlraums so viel Platz ist, dass jemand einziehen könnte. Hat Muttern immer gesagt, wenn die Brötchen vom Bäcker mal nicht 1A waren. Leider lässt sich solch ein Hohlraum hier nicht vermeiden, da die Äpfel beim Backen Feuchtigkeit abgeben und einfach an Volumen verlieren. Wer also lieber ohne Freiräume backt, sollte die Apple Pie Füllung vielleicht lieber gleichmäßig in den Teig einarbeiten.

Ein letzter Hinweis vielleicht noch, der generell für Gugelhupf-Rezepte mit eingearbeitetem Obst gilt: Vermeidet, dass das Obst an die Wand der Backform gelangt. Das gilt hier ganz besonders für die relativ konzentrierte Menge der Apfelfüllung – die sollte man komplett mit Teig umhüllen und nicht bis zur Wand der Gugelhupfform gehen lassen. Das hat einen ganz einfachen und simplen Grund – egal, ob das Obst jetzt in einer Füllung konzentriert ist oder im Teig verteilt eingearbeitet wurde. Dort, wo das Obst die Wände der Backform berührt, besteht die Gefahr, dass das Obst durch den Kontakt mit der heißen Oberfläche karamellisiert und schlussendlich kleben bleibt nach dem Backen. Als Resultat kann der Kuchen an diesen Stellen unschön aussehen, wenn sich Obst und Backformwand nicht freiwillig trennen wollen und im schlimmsten Fall sogar dafür sorgen, dass der Gugelhupf nicht in einem Stück aus der Backform herauskommt.
Mit einer Silikon Gugelhupfform könnte man hier die Gefahr etwas minimieren, weil Kuchen da in der Regel unbeschadeter herauskommen, aber die gibt es leider nicht in so vielen schönen Designs, wie das bei Metall-Backformen der Fall ist.
Wer sich jetzt vom Thema »Die Tücken von Obst im Gugelhupf« nicht hat abschrecken lassen, kann sich theoretisch auch unseren einfachen Vanille Gugelhupf mit Himbeeren anschauen. Auch da besteht natürlich die Gefahr von Obst bzw. Beeren an den Wänden der Backform, aber das Risiko ist hier um einiges geringer, da viel weniger Obst bzw. Beeren in den Teig eingearbeitet wurden. Die blitzen nur vereinzelt ein wenig auf. Alles recht sicher bei dem Kuchen. ;P
Komplett ohne Obst geht es natürlich auch – unser einfacher Marmorkuchen Gugelhupf ist ein Klassiker, wie man ihn auf vielen Geburtstagsfeiern finden kann. Mal mit, mal ohne Schokoglasur – immer lecker. Vorausgesetzt, man backt ihn korrekt und nicht zu lange. Es soll ja durchaus vorkommen, dass so ein einfacher Kuchen durch eine falsche Zubereitung zu einem trockenen und krümeligen Desaster wird… Sollte bei uns übrigens nicht passieren, wenn man sich an das Rezept hält. ;P
ZUTATEN / INGREDIENTS
Für die Äpfel:
2 Äpfel (etwa 300g) geschält & gewürfelt
60ml Wasser
1 EL Speisestärke
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Zimt
Für den Kuchen:
170g Sonnenblumenöl
150g Zucker
4 Eier (L)
250g griechischer Joghurt
2 TL Vanille Extrakt
1 Bio-Zitrone, Abrieb
350g Mehl (Type 550)
2 1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
1/2 TL Zimt
1/4 TL Salz
Für die Dekoration:
130g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
1-3 EL Sahne
einige gehackte Pekannüsse (optional)
For the apples:
2 apples (about 10 oz./300g) peeled & diced
1/4 cup (60ml) water
1 tbsp. cornstarch
1 tbsp. brown sugar
1/2 tsp. ground cinnamon
For the cake:
6 oz. (170g) sunflower oil
3/4 cup (150g) sugar
4 large eggs
9 oz. (250g) Greek yogurt
2 tsp. vanilla extract
1 organic lemon, zest
2 3/4 cups (350g) all-purpose flour
2 1/2 tsp. baking powder
1 tsp. baking soda
1/2 tsp. ground cinnamon
1/4 tsp. salt
For the decoration:
1 cup (130g) confectioners‘ sugar
1 tsp. lemon juice
1-3 tbsp. heavy cream
some chopped pecans for decorations (optional)



ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Mit den Äpfeln starten – die Äpfel dafür schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben und einmal kurz aufkochen lassen. Speisestärke, Zucker und Zimt vermischen, zu den Äpfeln dazugeben und alles gut vermengen. Die Äpfel für etwa 6-8 Minuten bei reduzierter Hitzezufuhr köcheln lassen – immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Die Äpfel sollten weicher geworden sein, aber noch nicht zerfallen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
2. Den Ofen auf 180°C (350°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine etwa 2,4l Gugelhupfform* gut einfetten und zur Seite stellen.
3. Sonnenblumenöl, Zucker und Eier in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Joghurt, Vanille Extrakt und Zitronenabrieb dazugeben und unterrühren. Das Mehl mit Backpulver, Natron, Zimt und Salz vermengen und zur großen Schüssel dazugeben – nur kurz unterrühren.
4. Etwa die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form füllen, dann die Äpfel auf dem Teig verteilen – die Äpfel sollten möglichst nicht bis an den Rand der Form gehen. Den restlichen Teig darüber geben, glatt streichen und den Gugelhupf dann für etwa 60-70 Minuten backen. Mit einem Holzspieß testen, ob noch Teig kleben bleibt und den Kuchen erst herausholen, wenn dieser sauber herauskommt. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwa 20-30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form herauslösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
5. Für die Glasur den Puderzucker mit Zitronensaft und etwas Sahne verrühren – nach und nach mehr Sahne dazugeben, bis die Glasur eine schöne, dickflüssige Konsistenz hat. Den Kuchen damit dekorieren und nach Belieben mit gehackten Pekannüssen bestreuen (optional).
1. Start with the apples. Peel, core, and cut them into small pieces. Add them with the water to a saucepan and bring everything to a boil. Combine the cornstarch, sugar, and ground cinnamon, add the mixture to the apples, and stir to combine. Reduce heat and let the apples simmer for about 6-8 minutes, stirring frequently to prevent them from burning. The apples should have softened, but not yet fallen apart. Remove from heat and let cool down.
2. Preheat the oven to 180°C (350°F). Grease a 2.4 liter (10 cups) bundt cake pan* well and set it aside.
3. Mix sunflower oil, sugar, and eggs in a large bowl until light and fluffy. Add the yogurt, vanilla extract, and lemon zest and stir to combine. Mix the flour with baking powder, baking soda, ground cinnamon, and salt and add to the large bowl – stir until just combined.
4. Transfer about half of the batter to the prepared bundt cake pan and spread the apple filling on top – the apples should stay in the center and not touch the sides of the cake pan. Pour the remaining batter on top and spread evenly. Bake the cake for about 60-70 minutes – or until a wooden skewer inserted into the center of the cake comes out clean. Take the cake out of the oven and let it cool down inside the pan for about 20-30 minutes, then remove carefully and let cool down completely on a wire rack.
5. For the glaze, mix the confectioners‘ sugar with lemon juice and a bit of heavy cream – gradually add more heavy cream until the glaze has a nice and thick consistency. Decorate the cake with it and sprinkle with some chopped pecans (optional).


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Einfacher Apple Pie Gugelhupf
- Prep Time: 00:20
- Cook Time: 01:45
- Total Time: 04:00
- Yield: 1 1x
- Category: Kuchen
- Cuisine: International
- Diet: Vegetarian
Beschreibung
Gugelhupf und Äpfel sind eine großartige Kombination – dieser Apple Pie Gugelhupf ist lecker, saftig und recht einfach zuzubereiten. Was will man mehr?!
Zutaten
Für die Äpfel:
2 Äpfel (etwa 300g) geschält & gewürfelt
60ml Wasser
1 EL Speisestärke
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Zimt
Für den Kuchen:
170g Sonnenblumenöl
150g Zucker
4 Eier (L)
250g griechischer Joghurt
2 TL Vanille Extrakt
1 Bio-Zitrone, Abrieb
350g Mehl (Type 550)
2 1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
1/2 TL Zimt
1/4 TL Salz
Für die Dekoration:
130g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
1-3 EL Sahne
einige gehackte Pekannüsse (optional)
Arbeitsschritte
1. Mit den Äpfeln starten – die Äpfel dafür schälen, entkernen und kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben und einmal kurz aufkochen lassen. Speisestärke, Zucker und Zimt vermischen, zu den Äpfeln dazugeben und alles gut vermengen. Die Äpfel für etwa 6-8 Minuten bei reduzierter Hitzezufuhr köcheln lassen – immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Die Äpfel sollten weicher geworden sein, aber noch nicht zerfallen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
2. Den Ofen auf 180°C (350°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine etwa 2,4l Gugelhupfform* gut einfetten und zur Seite stellen.
3. Sonnenblumenöl, Zucker und Eier in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Joghurt, Vanille Extrakt und Zitronenabrieb dazugeben und unterrühren. Das Mehl mit Backpulver, Natron, Zimt und Salz vermengen und zur großen Schüssel dazugeben – nur kurz unterrühren.
4. Etwa die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form füllen, dann die Äpfel auf dem Teig verteilen – die Äpfel sollten möglichst nicht bis an den Rand der Form gehen. Den restlichen Teig darüber geben, glatt streichen und den Gugelhupf dann für etwa 60-70 Minuten backen. Mit einem Holzspieß testen, ob noch Teig kleben bleibt und den Kuchen erst herausholen, wenn dieser sauber herauskommt. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwa 20-30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form herauslösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
5. Für die Glasur den Puderzucker mit Zitronensaft und etwas Sahne verrühren – nach und nach mehr Sahne dazugeben, bis die Glasur eine schöne, dickflüssige Konsistenz hat. Den Kuchen damit dekorieren und nach Belieben mit gehackten Pekannüssen bestreuen (optional).
Hinweise
Viel Spaß beim Backen!
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