Wir haben hier in den letzten Jahren einiges an Marmelade eingekocht. Hauptsächlich, weil es in den Supermärkten immer noch etwas schwierig ist, Marmelade ohne Zuckerzusatz zu bekommen, und wir die lieber mögen als die zuckrigen Gegenstücke. Einige der Marmeladenrezepte haben es auch schon auf den Blog geschafft – diese einfache Aprikosenmarmelade ist der neueste Zugang zu den Rezepten ohne Zuckerzusatz. Wir lieben diese leckere Marmelade. Richtig gut und auch prima für Diabetiker geeignet!

Wie viele vielleicht wissen, bin ich selbst seit einigen Jahren Diabetiker. Um die Einnahme von Medikamenten so gering wie möglich/notwendig zu halten, habe ich vor einigen Jahren auf eine zuckerreduzierte Ernährung umgestellt. Das muss natürlich nicht jeder Diabetiker tun – wer Insulin spritzt, muss sich wegen seines Zuckerkonsums nicht ganz so viele Gedanken machen. Je nachdem, wie viel Zucker/Kohlehydrate man zu sich nimmt, wird einfach die Menge an Insulin angepasst.
Marmelade gehört nicht unbedingt zu den Lebensmitteln, bei denen zuckerreduziert bzw. zuckerfrei super wichtig wären. Seien wir mal ganz ehrlich – das Zeug schaufelt man sich im Normalfall ja nicht eimerweise rein. Wer es mit normaler Marmelade nicht übertreibt und beim Frühstück z.B. Vollkornbrötchen den normalen Weizenbrötchen den Vorzug gibt, kann auch problemlos zuckerhaltige Marmelade genießen. ABER… Kleinvieh macht eben auch Mist, wie man so schön sagt. Sparen, wo es geht, hat meine Oma immer gesagt. Sie hat in dem Fall zwar von Geld gesprochen, aber über Zucker kann man das auch problemlos sagen.


Zucker an sich ist ja nichts Böses. Die Menge ist es, mit der viele Probleme bekommen können. In Deutschland haben etwa 10,3% der erwachsenen Bevölkerung einen ärztlich diagnostizierten Diabetes mellitus (Stand: 2024; Quelle), was rund 11 Millionen Menschen insgesamt entspricht. Dieser Personenkreis sollte sich zumindest bewusst sein, wie viel Zucker/Kohlehydrate man über die Ernährung zu sich nimmt. Für diese 11 Millionen ist diese Marmelade hier in erster Linie gedacht. Als mögliche Alternative zu normaler Marmelade aus dem Supermarkt.
Damit man aber nicht irgendwann zum »auserwählten« Personenkreis dazugehört, sollten aber auch Nicht-Diabetiker einigermaßen vernünftig bzw. gelegentlich etwas sparsamer mit Zucker & Co. umgehen. Überlastet man die Organe, die für die Zuckerverarbeitung zuständig sind, kann es im Grunde jeden erwischen. Deshalb hab’ ich ja meinen Diabetes ja auch in der Blütezeit meines Lebens »geschenkt« bekommen. Anyway.

Normale Marmelade enthält relativ viel Zucker. Meist im Verhältnis 1:1 oder 2:1 von Früchten zu Zucker. Der Zucker sorgt hier nicht nur für die Süße, sondern auch für eine lange Haltbarkeit und Textur. Wer ihn weglässt, braucht also einen Ersatz, der beim Einkochen mitspielt. Xylit (Birkenzucker) ist dafür eine, sagen wir mal, adäquate Alternative.
Er lässt sich wie Haushaltszucker abmessen, löst sich beim Kochen problemlos auf und hat etwa 40% weniger Kalorien. Auch der glykämische Index ist mit rund 7 sehr niedrig (Zucker hat einen GI von 60-70 im Vergleich), der Blutzucker steigt also kaum an. Ein Nachteil von Xylit – in größeren Mengen kann es abführend wirken. Bei einem Klecks Marmelade aufs Brötchen ist das aber kein Thema. Wichtig für alle, die Hunde haben: Xylit ist für Hunde giftig, die Marmelade also bitte außer Reichweite lagern und nicht verfüttern.
Für diese Marmelade hier eignen sich vollreife, aromatische Aprikosen am besten. Sie schmecken von Natur aus süß und bringen zugleich genug Fruchtsäure mit – wichtig für das Gelieren der Marmelade. Sind die Früchte noch etwas fest, ist das kein Problem, nur sehr harte, unreife Früchte sollte man vermeiden.
Gelierfix 2:1 ist auf einen geringeren Zuckeranteil ausgelegt. 2:1 sagt es ja schon – zwei Teile Früchte und ein Teil Zucker bzw. Zuckerersatz. Der Zitronensaft im Rezept unterstützt das Gelieren und hält auch die Farbe länger frisch. Marmeladen neigen ja leider dazu, bei längerer Lagerung etwas an Farbe zu verlieren. Hausgemachte Marmeladen zumindest.
Wer übrigens noch mehr zuckerfreie Fruchtaufstriche ausprobieren möchte, kann sich diese beiden Rezepte anschauen: Unsere leckere Zwetschgenmarmelade und unsere Brombeeren Marmelade sind beide sehr zu empfehlen!
ZUTATEN / INGREDIENTS
(6 Gläser à 250ml)
1 kg Aprikosen, entsteint
500g Xylit*
1 Beutel (25g) Gelierfix (2:1)*
1 TL Vanillepulver*
2 EL Zitronensaft
(6 glass jars, 250ml each)
35 oz. (1 kg) fresh apricots, pitted
17.6 oz. (500g) xylitol*
1 sachet (25g) gelling powder (Gelierfix 2:1)*
1 tsp. vanilla powder*
2 tbsp. lemon juice

ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Die Einmachgläser* und Deckel sterilisieren – entweder in genügend Wasser auskochen oder im Backofen erhitzen. Vorsicht bei den Deckeln – die halten nicht automatisch so viel Hitze aus, wie die Gläser. Zur Seite stellen und trocknen lassen.
2. Die Aprikosen waschen, abtrocknen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden.
3. Xylit, mit Gelierfix und Vanillepulver vermischen und zusammen mit den Aprikosen und dem Zitronensaft in einen (möglichst) höheren Topf geben. Alles gut vermengen und dann kurz mit einem Pürierstab* pürieren.
4. Die Mischung aufkochen lassen, dann unter ständigem Rühren etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Geliertest machen (mit einem kleinen Teller) – wird die Marmelade zügig fest, kann abgefüllt werden. Wenn nicht, einfach noch ein klein wenig länger kochen lassen.
5. Die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort gut verschließen. Auf den Kopf stellen ist nicht notwendig. Alles komplett abkühlen lassen. Die Marmeladengläser an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde, sollte die Marmelade ungeöffnet mindestens 1 Jahr durchhalten. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2-6 Wochen aufbrauchen.
Hinweis: Wir haben kein Problem mit der Schale der Aprikosen in der fertigen Marmelade. Wer das nicht so gerne mag, kann die Marmelade direkt nach dem Einkochen noch durch ein feines Metallsieb streichen und dann erst abfüllen – so sollte man die Schale loswerden.
1. First sterilize the glass jars* and lids – either by boiling them in plenty of water or heating them in the oven. Be careful with the lids, they might not withstand the same heat as the glass jars. Set aside and let dry.
2. Wash the apricots, dry them, and pit them. Cut the apricots into smaller pieces.
3. Combine xylitol, gelling powder (Gelierfix) and vanilla powder and add this together with the apricots and lemon juice to a (taller) saucepan. Mix to combine then purée everything using an immersion blender*.
4. Bring the mixture to a boil, then let it boil vigorously for about 4 minutes while stirring constantly. Do a gelling test (using a small plate) – if the jam sets quickly, it is ready to be canned. If not, simply cook it a tiny bit longer.
5. Transfer the jam to the prepared glass jars and seal them tightly immediately. There is no need to turn the jars upside down. Let them cool completely. Store the jars in a cool, dark place (e.g. basement). If you worked with clean equipment, the unopened jam should keep for at least 1 year. Once opened, store in the fridge and consume within 2–6 weeks.
Note: We don’t mind the apricot skins in the finished jam. If you don’t like that, you can pass the jam through a fine mesh metal sieve straight after boiling it down and then bottle it – that should remove the skins.


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Einfache Aprikosenmarmelade (ohne Zuckerzusatz)
- Prep Time: 00:20
- Cook Time: 00:05
- Total Time: 04:00
- Yield: 6 1x
- Category: Homemade Stuff
- Method: -
- Cuisine: Deutschland
- Diet: Diabetic
Beschreibung
Selbstgemachte Marmelade schmeckt einfach am besten! Diese leckere Aprikosenmarmelade ist einfach zuzubereiten und funktioniert sogar ohne Zucker!
Zutaten
1 kg Aprikosen, entsteint
500g Xylit*
1 Beutel (25g) Gelierfix (2:1)*
1 TL Vanillepulver*
2 EL Zitronensaft
Arbeitsschritte
1. Die Einmachgläser* und Deckel sterilisieren – entweder in genügend Wasser auskochen oder im Backofen erhitzen. Vorsicht bei den Deckeln – die halten nicht automatisch so viel Hitze aus, wie die Gläser. Zur Seite stellen und trocknen lassen.
2. Die Aprikosen waschen, abtrocknen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden.
3. Xylit, mit Gelierfix und Vanillepulver vermischen und zusammen mit den Aprikosen und dem Zitronensaft in einen (möglichst) höheren Topf geben. Alles gut vermengen und dann kurz mit einem Pürierstab* pürieren.
4. Die Mischung aufkochen lassen, dann unter ständigem Rühren etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Geliertest machen (mit einem kleinen Teller) – wird die Marmelade zügig fest, kann abgefüllt werden. Wenn nicht, einfach noch ein klein wenig länger kochen lassen.
5. Die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort gut verschließen. Auf den Kopf stellen ist nicht notwendig. Alles komplett abkühlen lassen. Die Marmeladengläser an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) lagern. Wenn sauber gearbeitet wurde, sollte die Marmelade ungeöffnet mindestens 1 Jahr durchhalten. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2-6 Wochen aufbrauchen.
Hinweise
Wir haben kein Problem mit der Schale der Aprikosen in der fertigen Marmelade. Wer das nicht so gerne mag, kann die Marmelade direkt nach dem Einkochen noch durch ein feines Metallsieb streichen und dann erst abfüllen – so sollte man die Schale loswerden.
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