Wir sind hier absolute Fanboys (& Girls) von allen möglichen Sachen, die man sich zu Hause einlegen und fermentieren kann. Selbstgemacht ist hier wirklich oft um Längen besser als alles, was man im Supermarkt finden kann. Wir haben vor einigen Jahren mal angefangen, Koreanisches Kimchi aka. Tongbaechu Kimchi selbst einzulegen. Absoluter Game-Changer, könnte man sagen. Super einfach zuzubereiten und das Ergebnis ist extrem lecker!

Wir sind hier ja große Fans der asiatischen Küche. Das beschränkt sich nicht unbedingt auf ein einziges Land – das ist eher eine allumfassende Vorliebe für asiatische Gerichte. Wir mögen, dass dort so oft mit frischem Gemüse gekocht wird, dass die Gerichte einfach zuzubereiten sind und auch immer ordentlich gewürzt werden. Scharf ist eigentlich immer gut – solange man nicht in Tränen ausbricht oder es am nächsten Tag noch einmal wehtut…
Kimchi zählt definitiv zu den etwas schärferen asiatischen Sachen – vorausgesetzt, man bereitet es traditionell zu. Man kann hier natürlich schalten und walten, wie man möchte. Wenn man Kimchi zu Hause selbst zubereitet, dann hat man hier natürlich die volle Kontrolle über Geschmack und Schärfegrad.

Wer gerne asiatisch isst und Kimchi mag, müsste das natürlich nicht selbst zubereiten – wenn wir mal ganz ehrlich sind. In asiatischen Supermärkten gibt es unzählige Sorten davon zu kaufen und einige davon sind gar nicht mal so schlecht. Leider sind die dann aber auch oft mal etwas hochpreisiger.
Wundert nicht, weil die Zubereitung ja nicht in 5 Minuten erledigt ist. Mit dem, was man da allerdings für eine kleine Portion bezahlt, kann man sich zu Hause locker ein großes Glas zubereiten. Das war für uns ehrlich gesagt das ausschlaggebende Argument, das erste Mal selbst das Fermentieren von Kohl auszuprobieren.
Geschmacklich lebt Kimchi von einer süß-säuerlichen Balance aus Schärfe und Umami. Gochujang, Gochugaru und Fischsauce bringen Tiefe, während Birnen und Zucker für ein süßeres Gegengewicht sorgen. Mit der Zeit entwickelt sich das Aroma weiter – frisch ist das Kimchi knackig und mild, nach ein bis zwei Wochen deutlich intensiver und komplexer. Ein lebendiges Lebensmittel, das sich ständig weiterentwickelt.
Einmal angesetzt, lässt sich Kimchi vielseitig verwenden: pur als Beilage, unter Reis gemischt, angebraten in Pfannengerichten, oder auch z.B. als Füllung für Dumplings. Wir haben eigentlich ständig ein Glas davon im Kühlschrank rumstehen. Soll ja auch gut für den Darm und das Mikrobiom sein…
Wer dann mal ein Glas mit Kimchi im Kühlschrank stehen hat (selbst gemacht oder gekauft) und Ideen braucht, was man damit anstellen kann… Wie wäre es z.B. mit gebratenem Reis mit Kimchi? Super einfach zuzubereiten und richtig lecker! Das perfekte Feierabendgericht!
Oder wie wäre es mit einem Grilled Cheese mit Kimchi? Klingt vielleicht etwas seltsam, schmeckt aber richtig gut! Wir lieben dieses »koreanisierte», ursprünglich amerikanische Sandwich mit ordentlich Käse. Ebenfalls ein schnelles und leckeres Feierabendgericht, das durch selbst gemachtes Kimchi richtig lecker wird!
ZUTATEN / INGREDIENTS
3 EL Salz
800g Chinakohl
250g Daikon oder weißer Rettich, in Stiften
1/2 Birne, in Stiften
3 Frühlingszwiebeln, in Stiften
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Stück Ingwer, fein gehackt oder gerieben
2 EL Gochujang*
2 EL Gochugaru*
3 EL Fischsauce*
1 EL Kokosblütenzucker*
3 tbsp. salt
28 oz. (800g) Napa cabbage
9 oz. (250g) Daikon radish or white radish, in sticks
1/2 pear, in sticks
3 spring onions, in sticks
2-3 garlic cloves, finely chopped
1 piece of ginger, finely chopped or grated
2 tbsp. Gochujang*
2 tbsp. Gochugaru*
3 tbsp. fish sauce*
1 tbsp. coconut sugar*


Wie wird Kimchi zubereitet?
Selbstgemachtes Kimchi ist eine relativ einfache Möglichkeit, Fermentation zu Hause auszuprobieren und in den Küchenalltag zu integrieren – man muss sich nur etwas Zeit dafür lassen bzw. nehmen. Alles startet mit einem Chinakohl (geht übrigens auch mit anderen Kohlsorten), dem durch Salzen zunächst etwas Wasser entzogen wird. Dadurch entsteht die ideale Umgebung für Milchsäurebakterien. Diese sorgen später auch für den typischen säuerlichen Geschmack und machen das Kimchi gleichzeitig länger haltbar. Um den Geschmack noch weiter zu verfeinern, kommen bei uns noch Rettich, Birnen, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazu. Das klingt jetzt alles bisher nicht sehr scharf, oder? Nun ja, dafür sorgen dann Gochujang und Gochugaru – eine Chilipaste und Chiliflocken…
Wichtig für ein gutes Ergebnis, sind in erster Linie sauberes Arbeiten und ein wenig Geduld. Wie bei allen Arten von Fermentation. Das heißt also, immer mit sauberen Werkzeugen/Gläsern arbeiten und auch nur wirklich frische Zutaten zu verwenden. Bei der Verarbeitung des Kohls sollte man hier auch noch darauf achten, dass alles möglichst kompakt geschichtet und nur wenig Luft eingeschlossen wird. Nur so kann das Fermentieren kontrolliert und gleichmäßig ablaufen.
Wer öfter Kimchi oder z.B. auch Sauerkraut herstellen möchte, kann sich dafür ein passendes Gefäß/Glas* besorgen, bei dem das Fermentationsgut im Gefäß/Glas durch ein Gewicht bzw. eine entsprechende Vorrichtung kompakt gehalten wird. Früher hat man dafür einen Teller und einen Stein verwendet, heute gibt es dafür Glasgewichte o.Ä.. Ziel ist hier einfach, dass das Gemüse, das fermentiert werden soll, in der Flüssigkeit gehalten wird, die sich beim Fermentationsprozess bildet, und nicht unnötig mit Luft in Kontakt kommt.
Durch den Fermentationsprozess entstehen übrigens auch Gase. Aus diesem Grund haben einige Fermentationsgläser Vorrichtungen, bei denen diese Gase kontrolliert entweichen können, ohne dass gleichzeitig Luft ins Gefäß eindringen kann. Kann man sich besorgen, oder einfach zu Beginn des Fermentationsprozesses das Gefäß nicht allzu fest zu verschließen – so können entstehende Gase problemlos entweichen.


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Welke oder beschädigte Blätter vom Chinakohl entfernen. Den Strunk minimal abschneiden, dann den Kohl vom Strunk aus vierteln – die Blätter sollten möglichst noch zusammenhalten. Den geviertelten Kohl in eine flache Schüssel legen, sodass die einzelnen Stücke möglichst nebeneinander liegen können. Die Blätter des Kohls vorsichtig auseinanderziehen und das Salz zwischen die Blätter streuen. Ein wenig kaltes Wasser über den Kohl gießen – der Kohl sollte nur maximal zur Hälfte im Wasser liegen. Einen schweren Gegenstand auflegen und den Kohl dann für etwa 2-2 1/2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Zwischendurch einmal wenden.
2. Den Daikon/Rettich schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Birne entkernen und dann ebenfalls in dünne Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln säubern, längs halbieren oder vierteln (je nach Größe der Zwiebeln) und in etwa 3cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und dann ebenfalls fein hacken oder reiben. Zusammen mit Gochujang, Gochugaru, Fischsauce und Kokosblütenzucker in eine Schüssel geben und alles vermengen. Die Mischung sollte durch das Vermengen weicher werden – man kann hier alles per Hand (mit Handschuhen) mischen und zerdrücken oder auch eine kleinere Schüssel (o.Ä.) hernehmen und damit alles mit dem flachen Boden der Schüssel zusammendrücken. Bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen.
3. Den Kohl aus dem Wasser herausnehmen und abtropfen lassen. Das Salzwasser wegschütten. Den Kohl zurück in die Schüssel legen und dann die Rettich-Mischung zwischen die Kohlblätter packen. Den präparierten Kohl dann mit verbliebener Rettich-Mischung in ein großes (sauberes) Glas oder mehrere Gläser schichten. Man sollte darauf achten, dass möglichst keine Luftblasen zwischen den Schichten sind und das Glas bzw. die Gläser fast voll sind. Sollte der geviertelte Kohl für kleinere Gläser zu wuchtig sein, kann man ihn auch in kleinere Stücke zurechtschneiden und dann schichten. Die Gläser verschließen (wir lassen die Deckel immer etwas lockerer, damit entstehende Gase entweichen können) und dann bei Zimmertemperatur 1-2 Tage stehen lassen.
4. Sobald das Kimchi Flüssigkeit bildet, hat der Gärprozess eingesetzt. Die Gläser sollten jetzt in den Kühlschrank gestellt werden. Nach etwa einer Woche ist das Kimchi gut durchgezogen und kann verwendet werden. Wenn man sauber gearbeitet hat, hält sich das Kimchi bis zu 3 Monate im Kühlschrank, wird aber mit jeder Minute intensiver (geschmacklich und geruchlich).
1. Remove any wilted or damaged outer leaves from the Napa cabbage. Trim the stem as little as possible, then quarter the cabbage starting from the stem – the leaves should still be held together at the stem, if possible. Place the quartered cabbage in a shallow bowl so the individual pieces can sit next to each other. Carefully pull the cabbage leaves apart and sprinkle the salt between the leaves. Pour a little cold water over the cabbage – the cabbage should only be submerged halfway. Then place a heavy object on top and let the cabbage rest at room temperature for about 2-2 1/2 hours, turning it over once.
2. Peel the Daikon or white radish and cut it into thin sticks. Core the pear and cut it into thin sticks as well. Clean the spring onions, half or quarter them lengthwise (depending on their thickness), and cut them into 3cm long pieces. Peel and finely chop the garlic. Peel the ginger and then finely chop or grate it. Mix everything with the Gochujang, Gochugaru, fish sauce, and coconut sugar in a bowl until well combined. You want the veggies to soften slightly in the process. You can mix and mash everything by hand (we recommend wearing gloves) or use the bottom of a small bowl or similar and press everything down. Set aside until ready to use.
3. Remove the Napa cabbage from the water and let it drain. Discard the salty water. Return the cabbage to the bowl and spread the radish mixture evenly between the cabbage leaves. Layer the prepared cabbage with the remaining radish mixture in a large (clean) jar or several smaller jars. Try to avoid air bubbles between the layers. The jar(s) should be almost completely full. If the quartered cabbage is too bulky for smaller jars, you can also cut it into smaller pieces and then layer those. Seal the jars (we always leave the lids slightly loose to allow any gases that will develop to escape) and let them sit at room temperature for 1-2 days.
4. As soon as you can see red liquid in the jar(s), the fermentation process has begun. The jars should now be kept in the fridge. After about a week, the kimchi will be thoroughly fermented and ready to use. If you’ve worked with clean equipment, the kimchi will keep in the fridge for up to 3 months, but it will become more intense in flavor (and smell) with each minute.

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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Homemade Koreanisches Kimchi (Tongbaechu Kimchi)
- Prep Time: 02:00
- Cook Time: 00:00
- Total Time: 160:00
- Yield: 8 1x
- Category: Homemade Stuff
- Method: -
- Cuisine: Korea
- Diet: Vegetarian
Beschreibung
Kimchi ist aus der koreanischen Küche nicht wegzudenken. Der fermentierte Kohl kann für viele Sachen verwendet werden – nicht nur als Beilage.
Zutaten
3 EL Salz
800g Chinakohl
250g Daikon oder weißer Rettich, in Stiften
1/2 Birne, in Stiften
3 Frühlingszwiebeln, in Stiften
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Stück Ingwer, fein gehackt oder gerieben
2 EL Gochujang*
2 EL Gochugaru*
3 EL Fischsauce*
1 EL Kokosblütenzucker*
Arbeitsschritte
1. Welke oder beschädigte Blätter vom Chinakohl entfernen. Den Strunk minimal abschneiden, dann den Kohl vom Strunk aus vierteln – die Blätter sollten möglichst noch zusammenhalten. Den geviertelten Kohl in eine flache Schüssel legen, sodass die einzelnen Stücke möglichst nebeneinander liegen können. Die Blätter des Kohls vorsichtig auseinanderziehen und das Salz zwischen die Blätter streuen. Ein wenig kaltes Wasser über den Kohl gießen – der Kohl sollte nur maximal zur Hälfte im Wasser liegen. Einen schweren Gegenstand auflegen und den Kohl dann für etwa 2-2 1/2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Zwischendurch einmal wenden.
2. Den Daikon/Rettich schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Birne entkernen und dann ebenfalls in dünne Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln säubern, längs halbieren oder vierteln (je nach Größe der Zwiebeln) und in etwa 3cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und dann ebenfalls fein hacken oder reiben. Zusammen mit Gochujang, Gochugaru, Fischsauce und Kokosblütenzucker in eine Schüssel geben und alles vermengen. Die Mischung sollte durch das Vermengen weicher werden – man kann hier alles per Hand (mit Handschuhen) mischen und zerdrücken oder auch eine kleinere Schüssel (o.Ä.) hernehmen und damit alles mit dem flachen Boden der Schüssel zusammendrücken. Bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen.
3. Den Kohl aus dem Wasser herausnehmen und abtropfen lassen. Das Salzwasser wegschütten. Den Kohl zurück in die Schüssel legen und dann die Rettich-Mischung zwischen die Kohlblätter packen. Den präparierten Kohl dann mit verbliebener Rettich-Mischung in ein großes (sauberes) Glas oder mehrere Gläser schichten. Man sollte darauf achten, dass möglichst keine Luftblasen zwischen den Schichten sind und das Glas bzw. die Gläser fast voll sind. Sollte der geviertelte Kohl für kleinere Gläser zu wuchtig sein, kann man ihn auch in kleinere Stücke zurechtschneiden und dann schichten. Die Gläser verschließen (wir lassen die Deckel immer etwas lockerer, damit entstehende Gase entweichen können) und dann bei Zimmertemperatur 1-2 Tage stehen lassen.
4. Sobald das Kimchi Flüssigkeit bildet, hat der Gärprozess eingesetzt. Die Gläser sollten jetzt in den Kühlschrank gestellt werden. Nach etwa einer Woche ist das Kimchi gut durchgezogen und kann verwendet werden. Wenn man sauber gearbeitet hat, hält sich das Kimchi bis zu 3 Monate im Kühlschrank, wird aber mit jeder Minute intensiver (geschmacklich und geruchlich).
Hinweise
Viel Spaß beim Fermentieren!
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