Nicht jeder mag sie, aber jeder kennt sie vermutlich: Laugenbrötchen. Je weiter man nach Norden geht, umso weniger aufheben wird um Laugenbrötchen in Bäckereien gemacht, hab’ ich das Gefühl. In meiner alten Heimat ist das ein wenig anders. Da sind die kleinen Dinger überall und machen Brezeln richtig Konkurrenz. Wer sie nicht beim Bäcker kaufen möchte, aber trotzdem richtig gute Laugenbrötchen essen will, sollte sich das Rezept weiter unten einmal anschauen…

Bei mir zu Hause im Süden gibt es die besten Laugenbrötchen und auch Brezeln. Das kann man nicht anders sagen. Mit Süden meine ich damit Baden-Württemberg oder genauer gesagt, die Region um den Bodensee.
Die Bayern machen auch keine schlechten Brezn, aber Laugenbrötchen?! Nein, nein… keine Chance. Bisher hab’ ich noch nirgends in Deutschland eine Bäckerei gefunden, die so gute Laugenbrötchen machen würde, wie die bei mir zu Hause. Hier in Berlin schon mal gar nicht. Hier weiß man manchmal gar nicht, ob die jemals ein richtiges Laugenbrötchen in den Händen hatten, wenn man sich anschaut, was die alles unter dem Namen verkaufen. Es ist wirklich traurig.
Einer der Gründe, weshalb ich vor ein paar Jahren beschlossen habe, diese Dinger selbst zu Hause zu backen. Zu meinem Erstaunen sind sie gleich beim ersten Mal was geworden und auch nicht wirklich kompliziert zu machen. Wenn man Freunden/Gästen erzählt, dass man sie selbst gemacht hat, gibt es immer erstaunte Gesichter… »ja aber die Lauge und alles, ist das nicht kompliziert?!«. Nein, das ist alles pupseinfach. Man muss nur ein wenig aufpassen. Mit der echten, gefährlichen Natronlauge arbeiten wir hier auch nicht. Funktioniert aber trotzdem. Versprochen. ;P
ZUTATEN / INGREDIENTS
(16 Laugenbrötchen)
Für den Teig:
1 EL Trockenhefe
2 EL Pflanzenöl
470ml lauwarme Milch
350ml lauwarmes Wasser
2 TL Salz
830-1000g Mehl (Type 405)
Für das Wasserbad:
ca. 3 Liter Wasser
1 EL Zucker
75g Natron
Für die Dekoration:
etwas grobes Salz
(16 bread rolls)
For the dough:
1 tbsp. instant yeast
2 tbsp. vegetable oil
2 cups (470ml) lukewarm milk
1 1/2 cups (350ml) lukewarm water
2 tsp. salt
6 1/2 – 8 cups (830-1000g) all-purpose flour
For the water bath:
3 (3l) quarts water
1 tbsp. sugar
1/4 cup (75g) baking soda
For the decoration:
some coarse salt for sprinkling


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. In der Schüssel einer Küchenmaschine (oder in einer normalen Schüssel von Hand) die Hefe mit Öl, Milch und Wasser verrühren. Salz und etwa 250g vom Mehl zugeben und verrühren. Restliches Mehl nach und nach zugeben und alles in etwa 4 Minuten zu einem weichen Teig verkneten. Vermutlich wird nicht alles Mehl benötigt. Nur so viel zugeben, dass ein weicher Teig entsteht, der sich leicht von den Seiten der Schüssel löst. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort auf doppelte Größe aufgehen lassen (etwa 1-2 Stunden).
2. Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 16 Stücke teilen und jedes Stück Teig zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein gefettetes oder mit Mehl bestäubtes Backpapier legen. Für weitere 15- 20 Minuten ruhen lassen.
3. Während der Teig ruht, das Wasser mit dem Zucker und Natron in einem großen Topf zum Kochen bringen. Dann jeweils eine Teigkugel nehmen, mit der Oberseite in eine Hand legen und die Unterseite etwas zusammendrücken, damit eine schöne runde Kugel entsteht. Vorsichtig arbeiten und den Teig nicht zu sehr drücken, da sonst Luft entweicht. Etwa 3-4 Teigkugeln ins kochende Wasser geben und auf jeder Seite 30-60 Sekunden kochen lassen (je länger man den Teig kocht, umso fester wird die Kruste). Teigkugeln mit einem Seier oder Sieb aus dem kochenden Wasser herausnehmen und über dem Topf abtropfen lassen. Kugeln auf Backbleche mit (gefettetem) Backpapier legen.
4. Den Ofen auf 225°C (425°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit einem scharfen Messer 2-3 mal in die Oberfläche der Laugenbrötchen einschneiden. Das Messer sollte wirklich scharf sein, damit man einen glatten Schnitt bekommt und die Brötchen keine Luft verlieren. Mit Salz bestreuen und für etwa 20-22 Minuten backen oder bis die Bötchen braun sind.
1. In the bowl of an food processor (you can do this also by hand of course in a large bowl) stir together the yeast, oil, milk and water. Add the salt and two cups of the flour. Add the rest of the flour gradually until a soft dough is formed and knead for 4 minutes. You may not need to use all the flour. Add the flour until a soft dough is formed that clears the sides of the bowl. Cover the bowl and let it rise in a warm place until doubled in size (about 1-2 hours).
2. Portion the dough into 16 pieces and roll each piece of dough into a little round ball. Lay out the rolls on lightly greased parchment or a lightly floured surface. Make sure the dough balls won’t stick. Let them rest for another 15-20 minutes.
3. While the dough rests, bring the water, sugar and baking soda to a boil in a large saucepan. Working with one piece of dough at a time, flip it over in your hand and pinch the bottom to form a little pucker and help the dough form a nice, taut ball. Take care not to deflate the dough. Place 3-4 of the dough balls in the boiling water and boil for 30-60 seconds on each side (the longer you boil, the chewier the baked pretzel roll will be). Remove the dough from the boiling water with a sifter spoon and let the excess water drip off into the pan. Place the boiled dough balls onto lined baking sheets (lined with lightly greased parchment).
4. Preheat the oven to 225°C (425°F). Using a very sharp knife, slice 2-3 cuts into the top of each unbaked roll about 1/4-inch deep or so. It’s important to use a very sharp blade so that it cuts the dough without deflating it. Lightly sprinkle each dough ball with coarse salt. Bake for about 20-22 minutes until the rolls are deep golden brown.


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Einfache Laugenbrötchen
- Prep Time: 00:30
- Cook Time: 00:22
- Total Time: 02:50
- Yield: 16 1x
- Category: Brot
- Method: -
- Cuisine: Deutschland
- Diet: Vegetarian
Beschreibung
In meiner Heimat Süddeutschland sind diese kleinen Dinger nicht wegzudenken beim Frühstück – Laugenbrötchen gehören zu unseren liebsten Brötchensorten!
Zutaten
Für den Teig:
1 EL Trockenhefe
2 EL Pflanzenöl
470ml lauwarme Milch
350ml lauwarmes Wasser
2 TL Salz
830-1000g Mehl (Type 405)
Für das Wasserbad:
ca. 3 Liter Wasser
1 EL Zucker
75g Natron
Für die Dekoration:
etwas grobes Salz
Arbeitsschritte
1. In der Schüssel einer Küchenmaschine (oder in einer normalen Schüssel von Hand) die Hefe mit Öl, Milch und Wasser verrühren. Salz und etwa 250g vom Mehl zugeben und verrühren. Restliches Mehl nach und nach zugeben und alles in etwa 4 Minuten zu einem weichen Teig verkneten. Vermutlich wird nicht alles Mehl benötigt. Nur so viel zugeben, dass ein weicher Teig entsteht, der sich leicht von den Seiten der Schüssel löst. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort auf doppelte Größe aufgehen lassen (etwa 1-2 Stunden).
2. Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 16 Stücke teilen und jedes Stück Teig zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein gefettetes oder mit Mehl bestäubtes Backpapier legen. Für weitere 15- 20 Minuten ruhen lassen.
3. Während der Teig ruht, das Wasser mit dem Zucker und Natron in einem großen Topf zum Kochen bringen. Dann jeweils eine Teigkugel nehmen, mit der Oberseite in eine Hand legen und die Unterseite etwas zusammendrücken, damit eine schöne runde Kugel entsteht. Vorsichtig arbeiten und den Teig nicht zu sehr drücken, da sonst Luft entweicht. Etwa 3-4 Teigkugeln ins kochende Wasser geben und auf jeder Seite 30-60 Sekunden kochen lassen (je länger man den Teig kocht, umso fester wird die Kruste). Teigkugeln mit einem Seier oder Sieb aus dem kochenden Wasser herausnehmen und über dem Topf abtropfen lassen. Kugeln auf Backbleche mit (gefettetem) Backpapier legen.
4. Den Ofen auf 225°C (425°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit einem scharfen Messer 2-3 mal in die Oberfläche der Laugenbrötchen einschneiden. Das Messer sollte wirklich scharf sein, damit man einen glatten Schnitt bekommt und die Brötchen keine Luft verlieren. Mit Salz bestreuen und für etwa 20-22 Minuten backen oder bis die Bötchen braun sind.
Hinweise
Viel Spaß beim Backen!
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Lieber Marc,
auch ich habe mich nun entschlossen, dem Selfmade- Laugengebäck eine Chance zu geben. Eignet sich das Rezept auch zum Brezeln machen? Und was würdest du dann bezüglich der Backzeit empfehlen?
Vielen Dank im Voraus!
Ganz Liebe Grüße,
Katrin
Hallo Katrin,
ich hab es leider noch nicht ausprobiert, aber ausm Bauch raus würde ich sagen, dass es kein Problem sein sollte – auch die Backzeit sollte in etwas so passen. Eifach mal ausprobieren :)
LG,
Marc