Gutes Brot braucht Zeit. So sagt man zumindest immer. Man bekommt aber auch mit etwas weniger Zeitaufwand ein leckeres Brot gebacken. Statt eines halben Tages oder noch länger, ist dieses leckere Buchweizenbrot mit Körnern in etwa 2 Stunden zubereitet, gebacken und fertig für den Verzehr. Man darf ein solches Buchweizenbrot natürlich nicht mit einem klassischen Sauerteigbrot vergleichen, aber für ein gesundes Frühstück oder einfach nur leckere Sandwiches, ist das glutenfreie Brot wunderbar geeignet.

Bei uns kommt Buchweizen eher selten zum Einsatz. Meistens nur als Einlage in Suppen. Mit dem Pseudogetreide (es hat zwar Weizen im Namen, hat mit dem Getreide aber nichts zu tun) kann man jedoch viel mehr anstellen. Brote backen zum Beispiel.
Da Buchweizen kein richtiger Weizen ist, kommt er von Haus aus auch ohne Gluten daher. Für viele, die Gluten nicht vertragen, ist das natürlich von Vorteil, aber wenn man Brot backen möchte, ist das nicht ganz so ideal. Ohne das Klebereiweiß (Gluten) ist es etwas schwieriger, einem Gebäck eine ordentliche Struktur zu verpassen, die alles gut zusammenhält. Man möchte ja nicht, dass solch ein Brot beim ersten Anschneiden komplett zusammenfällt.

Weizenbrote haben von Natur aus eine schöne Textur, die weich und elastisch ist – vorausgesetzt, man hat dem Teig bzw. dem Mehl ausreichend Gelegenheit gegeben, Gluten zu entwickeln. Bei den meisten Broten geschieht das durch eine längere Runde in der Küchenmaschine. Wird ein Teig ein Weilchen geknetet, entwickelt sich automatisch irgendwann Gluten. Für Brot ist so etwas ideal, bei Kuchen möchte man das generell allerdings eher vermeiden.
Bei Buchweizen im Gebäck muss man etwas tricksen. In diesem Buchweizenbrot helfen Haferflocken und Chia, dass alles gut zusammenhält. Theoretisch hätte man hier z.B. aber auch Eier oder sowas wie Joghurt verwenden können, um für Zusammenhalt zu sorgen. Ohne solche Zutaten ist das Brot allerdings vegan – was ja auch nicht unbedingt schlecht ist, oder?

Buchweizen ist vielseitig einsetzbar.
Buchweizen ist ein echtes Multitalent in der Küche – wie schon erwähnt, ist er botanisch gesehen kein Getreide, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Gerade diese Eigenschaft macht ihn besonders interessant: Er ist von Natur aus glutenfrei und damit eine hervorragende Alternative für Menschen mit Zöliakie oder alle, die bewusst auf Gluten verzichten möchten. Sein leicht nussiges, herzhaftes Aroma passt sowohl zu süßen als auch zu herzhaften Gerichten und verleiht Rezepten eine angenehm rustikale Note.
In der Küche lässt sich Buchweizen äußerst vielseitig einsetzen. Als ganzes Korn eignet er sich perfekt für Suppen, Salate, Bowls oder als Beilage – ähnlich wie Reis oder Quinoa. Buchweizenmehl findet man klassisch in Blinis, Galettes oder Pfannkuchen. Wie man hier sehen kann, funktioniert Buchweizen aber auch in Brot, Kuchen und für Kekse – oft in Kombination mit anderen Mehlen. Geröstet (z.B. bei Kasha) entwickelt Buchweizen ein besonders intensives Aroma und sorgt für zusätzlichen Biss in Müslis oder als Topping.
Neben seinem Geschmack punktet Buchweizen auch ernährungsphysiologisch: Er liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß, ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink und enthält wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Durch seinen niedrigen glykämischen Index hält er lange satt und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.
Kurz gesagt – Buchweizen ist nicht nur abwechslungsreich und lecker, sondern auch eine Bereicherung für eine ausgewogene, gesunde Küche.
Aktuell haben wir noch keine weiteren Rezepte mit Buchweizen hier auf dem Blog – das wird sich aber mit Sicherheit recht schnell ändern. Wir haben hier noch mehrere Packungen rumliegen, die verwendet werden wollen. ;P
Wer hier jetzt nicht speziell wegen Buchweizen auf dem Rezept gelandet ist, sondern einfach nur gesündere Alternativen zu klassischen Broten sucht, kann sich ja auch noch einmal diese beiden Gebäcke hier anschauen. Unser Low-Carb Brot mit Haferflocken & Saaten funktioniert ebenfalls ohne klassisches Mehl und ist, wie das Buchweizenbrot, auch recht einfach zuzubereiten.
Mit Mehl und Hefe, aber ohne Kneten, funktioniert unser einfaches Porridge Brot. Hier kann man prima den übrig gebliebenen Porridge vom letzten Frühstück verarbeiten, falls man den am nächsten Tag nicht mehr einfach so essen möchte. Der macht solch ein Brot schön saftig und richtig lecker.
ZUTATEN / INGREDIENTS
Für den Chiapudding:
40g Chiasamen*
240ml Wasser
Für das Brot:
200g Buchweizen*, gemahlen
100g Haferflocken*, gemahlen
3 TL Backpulver
1 TL Salz
150ml Wasser
70ml Rapsöl*
100g gemischte Saaten* (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, etc.)
2 EL Haferflocken*
For the chia pudding:
1.4 oz. (40g) chia seeds*
240ml water
For the bread:
7 oz. (200g) ground buckwheat*
3.5 oz. (100g) rolled oats*, ground
3 tsp. baking powder
1 tsp. salt
5 fl. oz. (150ml) water
2.4 fl. oz. (70ml) rapeseed oil*
3.5 oz. (100g) mixed seeds* (sunflower seeds, pumpkin seeds, sesame, etc.)
2 tbsp. rolled oats*


Random Facts zu Buchweizen
+ Buchweizen ist kein Getreide, sondern gehört botanisch zu den Knöterichgewächsen und ist mit Rhabarber und Sauerampfer verwandt.
+ Er ist von Natur aus glutenfrei und eignet sich daher ideal für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.
+ Buchweizen hat ein nussiges, leicht herbes Aroma, das sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten gut zur Geltung kommt.
+ Er enthält hochwertiges pflanzliches Eiweiß mit einer für Pflanzen außergewöhnlich guten Aminosäurezusammensetzung.
+ Buchweizen ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Kalium und Zink.
+ Er liefert wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Rutin, das für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt ist.
+ Der glykämische Index von Buchweizen ist relativ niedrig, wodurch er den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt.
+ In der Küche ist Buchweizen sehr vielseitig einsetzbar – als ganzes Korn, Flocken, Grütze (Kasha) oder Mehl.
+ Buchweizenmehl hat keine Backeigenschaften wie Weizen, da es kein Gluten enthält, und wird daher oft mit anderen Mehlen kombiniert.
+ Buchweizen wird weltweit verwendet, etwa in japanischen Soba-Nudeln, französischen Galettes oder osteuropäischen Breigerichten.

ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Als Erstes aus den Chiasamen und dem Wasser einen Chiapudding zubereiten – dazu einfach die Chiasamen für etwa 20 Minuten im Wasser quellen lassen, bis eine glibberige Masse entsteht.
2. Den Ofen auf 180°C (350°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Kastenform (20cm)* leicht einfetten und mit Backpapier auslegen. Zur Seite stellen.
3. Den gemahlenen Buchweizen und die gemahlenen Haferflocken mit Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Chiapudding, Wasser und Rapsöl zur Schüssel dazugeben und mit einem Gummispatel vermengen, bis ein glatter Teig entsteht – nicht zu viel rühren! Die gemischten Saaten und Haferflocken vermischen und dann etwa 2/3 davon zum Teig dazugeben und untermengen.
4. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Den Teig mit einem feuchten Messer in der Mitte der Länge nach einschneiden und dann mit den verbliebenen Saaten und Haferflocken bestreuen. Das Brot für etwa 70-75 Minuten im vorgeheizten Ofen backen – mit einem Holzspieß testen, ob noch Teig kleben bleibt, und das Brot erst herausholen, wenn dieser sauber herauskommt. Das Brot aus dem Ofen nehmen und in der Form einige Zeit abkühlen lassen, dann mit dem Backpapier herausheben und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
Hinweis: Das Brot sollte gut verpackt einige Tage durchhalten, kann aber auch ohne Probleme (in Scheiben) eingefroren werden.
1. First, make a chia pudding with the chia seeds and water. Simply soak the chia seeds in the water for about 20 minutes until a jelly-like mixture forms.
2. Preheat the oven to 180°C (350°F). Lightly grease a small 20cm loaf pan* and line it with baking parchment. Set aside.
3. Mix the ground buckwheat and ground rolled oats with baking powder and salt in a bowl. Add the chia pudding, water, and rapeseed oil to the bowl and mix with a rubber spatula until well combined. Don’t overmix! Combine the mixed seeds and rolled oats, then add about 2/3 of the mixture to the batter and fold in.
4. Transfer the dough to the prepared pan and smooth out the top. Cut into the dough lengthwise down the middle with a wet knife, and sprinkle with the remaining seeds and oats. Bake the bread in the preheated oven for about 70-75 minutes – or until a wooden skewer inserted into the center of the bread comes out clean. Remove the bread from the oven and let it cool in the baking pan for a while, then remove by lifting it out with the baking parchment. Let cool down completely on a wire rack.
Note: The bread should keep for several days when well wrapped, but can also be frozen (in slices) without any problems.

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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Einfaches Buchweizenbrot mit Körnern (glutenfrei)
- Prep Time: 00:20
- Cook Time: 01:15
- Total Time: 02:00
- Yield: 1 1x
- Category: Brot
- Cuisine: International
- Diet: Vegan
Beschreibung
Zum Brotbacken muss es nicht immer Weizenmehl sein – Buchweizen funktioniert hier auch sehr gut. Dieses Buchweizen Körnerbrot ist lecker & fix gebacken!
Zutaten
Für den Chiapudding:
40g Chiasamen*
240ml Wasser
Für das Brot:
200g Buchweizen*, gemahlen
100g Haferflocken*, gemahlen
3 TL Backpulver
1 TL Salz
150ml Wasser
70ml Rapsöl*
100g gemischte Saaten* (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, etc.)
2 EL Haferflocken*
Arbeitsschritte
1. Als Erstes aus den Chiasamen und dem Wasser einen Chiapudding zubereiten – dazu einfach die Chiasamen für etwa 20 Minuten im Wasser quellen lassen, bis eine glibberige Masse entsteht.
2. Den Ofen auf 180°C (350°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Kastenform (20cm)* leicht einfetten und mit Backpapier auslegen. Zur Seite stellen.
3. Den gemahlenen Buchweizen und die gemahlenen Haferflocken mit Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Chiapudding, Wasser und Rapsöl zur Schüssel dazugeben und mit einem Gummispatel vermengen, bis ein glatter Teig entsteht – nicht zu viel rühren! Die gemischten Saaten und Haferflocken vermischen und dann etwa 2/3 davon zum Teig dazugeben und untermengen.
4. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Den Teig mit einem feuchten Messer in der Mitte der Länge nach einschneiden und dann mit den verbliebenen Saaten und Haferflocken bestreuen. Das Brot für etwa 70-75 Minuten im vorgeheizten Ofen backen – mit einem Holzspieß testen, ob noch Teig kleben bleibt, und das Brot erst herausholen, wenn dieser sauber herauskommt. Das Brot aus dem Ofen nehmen und in der Form einige Zeit abkühlen lassen, dann mit dem Backpapier herausheben und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
Hinweise
Das Brot sollte gut verpackt einige Tage durchhalten, kann aber auch ohne Probleme (in Scheiben) eingefroren werden.
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