Manchmal darf es so richtig deftiges Essen geben, oder? So ist das zumindest bei uns. Wir versuchen uns i.d.R. einigermaßen gesund zu ernähren und kochen auch entsprechend viel gesunde Sachen – zwischendurch darf es dann aber auch etwas deftiger werden. So wie bei diesem leckeren Kartoffel & Paprika Topf mit Krakauern. Damit landen ordentlich Kalorien und Energie auf dem Teller – manchmal braucht man so etwas ja. Vielleicht nicht für jeden etwas, aber wir mögen so was ab und an richtig gerne!

Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass dieser bunte Topf mit Kartoffeln, Gemüse und Würsten ungesund wäre. Auf keinen Fall! Nur eben nicht so gesund wie z.B. ein einfacher Blattsalat. Sagen wir es doch mal einfach so. Wer viel Sport treibt, wird mit so einem Gericht vermutlich glücklicher sein, als mit einem leichten Salätchen, das nicht viel zu bieten hat, außer Vitaminen…
Spaß beiseite. In diesem bunten Topf ist natürlich auch einiges an Gemüse mit drin – Paprika, Lauch und Kartoffeln zum Beispiel. Die Wurst, die ebenfalls mit von der Partie ist, könnte man hier als den »Bösewicht« bezeichnen, da die natürlich einiges an Fett mitbringt. Aber wie schon gesagt, das ist nicht automatisch schlecht. Manche brauchen solche Nahrung ja, weil sie mehr Sport treiben, oder körperlich härter arbeiten müssen. Für Tastatur-Akrobaten wie uns hier, trifft das jetzt nicht unbedingt zu… aber ab und an kann man ja mal ein Auge zudrücken.

Generell mögen wir einfache One-Pot-Gerichte sehr gerne, bei denen man alles in eine Pfanne oder in einen großen Pott schmeißen kann. Solche Gerichte sind meist schneller auf dem Tisch und man muss auch oft weniger spülen – es kommt ja nur eine Kochgerätschaft zum Einsatz. Für semi-faule Tastatur-Akrobaten ist das natürlich immer von Vorteil. Nur nicht zu viel bewegen!
Abgesehen von der Tatsache, dass weniger aufgeräumt und gespült werden muss, sind One-Pot Gerichte auch deshalb praktisch und bei uns sehr beliebt, weil durch den Garvorgang in einem einzigen Topf bzw. einer Pfanne, keine Aromen verloren gehen. Wenn irgendwas separat angebraten wird, dann bleibt automatisch irgendwas in einem Topf oder in einer Pfanne hängen und schafft es nicht ins finale Gericht. Schmeißt man alles in einen Topf und brät alles nach und nach an, bauen die Aromen praktisch aufeinander auf und das Ganze schmeckt dann einfach besser. So zumindest unsere Theorie. Die kann natürlich auch vollkommen falsch sein… :P

5 Tipps für gelungene One-Pot-Gerichte
In Etappen arbeiten.
Zutaten mit unterschiedlichen Garzeiten sollte man nacheinander in der richtigen Reihenfolge anbraten und ggf. zwischenlagern – so entstehen gezielt Röstaromen, ohne dass etwas verkocht oder anbrennt.
Hitzezufuhr kontrollieren.
Hohe Hitze ist prima zum Entwickeln von Röstaromen. Bei mittlerer Hitzezufuhr gart man die Zutaten etwas langsamer – es soll ja nichts anbrennen oder verkochen.
Ablöschen nicht vergessen.
Nach dem Anbraten kann ein kleiner Schuss Wasser oder Brühe helfen, Bratrückstände vom Topfboden zu lösen – das intensiviert das Aroma.
Die Topfgröße bewusst wählen.
Ein schwerer, breiter Topf (z.B. aus Gusseisen) sorgt für gleichmäßige Hitzeverteilung. Lieber einen etwas größeren Topf verwenden, damit alles Platz hat und schnell angebraten werden kann. Liegt zu viel aufeinander, kann es passieren, dass man die Zutaten eher dünstet, als sie scharf anzubraten, weil die Hitze nicht überall rankommt.
Nach und nach würzen.
Nicht alles am Ende salzen. Bereits einzelne Komponenten leicht würzen, um eine geschmackliche Tiefe aufzubauen. Besonders Kartoffeln brauchen oft etwas länger, bis sie Gewürze annehmen…
Für alle One-Pot Fans haben wir hier natürlich noch einiges mehr auf dem Blog. Viele unserer Feierabendgerichte fallen in die Kategorie, weil es speziell nach einem langen Arbeitstag schnell und einfach gehen muss. Die Aussicht, lange in der Küche stehen zu müssen, führt bei uns sonst gerne mal dazu, dass man eher etwas zum Essen bestellt, statt selbst zu kochen.
Unsere einfache Pierogi Pfanne kommt vermutlich aus derselben Familie, wie der Gemüse-Krakauer Topf hier. Auch bei der Pierogi Pfanne sind Krakauer im Spiel und liefern genug Energie, um Bäume auszureißen! Wer es herzhaft und deftig mag, wird mit der Pfanne sicher auch seine Freude haben.
Unsere überbackenen Nachos mit Chili con Carne kann man jetzt zwar nicht als One-Pot-Gericht bezeichnen, aber dafür vielleicht als One-Sheet-Dinner. Hier wird alles auf ein Backblech geschmissen und dann mit ordentlich Käse überbacken. Auch wieder kein ganz so »gesundes« Abendessen, aber es sagt ja auch niemand, dass man sich sowas jeden Abend einstopfen soll. Machen wir ja auch nur alle Jubeljahre mal… und genießen dann einfach. Basta! ;P
ZUTATEN / INGREDIENTS
(3-4 Personen)
etwas Öl zum Anbraten
650g Kartoffeln (Drillinge), in Stücken
120ml Wasser
400g Krakauer, in Scheiben
2 mittelgroße Zwiebeln, in Spalten
2-3 Knoblauchzehen, fein würfeln
1 großer Lauch, in Ringen
3 Paprikaschoten (rot & gelb), in Stücken
1 TL Oregano*
1/2 TL Smoked Paprika Pulver*
1/2 TL Ancho Chili Pulver* (alternativ Cayenne Pfeffer*)
Salz, Pfeffer
(3-4 servings)
some oil for frying
23 oz. (650g) new potatoes, in small pieces
1/2 cup (120ml) water
14 oz.(400g) Kraków sausage, sliced
2 medium onions, in wedges
2-3 garlic cloves, finely diced
1 large leek, in rings
3 bell peppers (red & yellow), in small pieces
1 tsp. dried oregano*
1/2 tsp. smoked paprika powder*
1/2 tsp. ancho chili powder* (alternatively cayenne pepper*)
salt, pepper

Anpassungsmöglichkeiten für das Rezept
Vegetarische Variante.
Theoretisch geht das Gericht natürlich auch ohne Würste – dafür z.B. einfach geräucherten Tofu statt Krakauer verwenden. Bei veganen Bratwürsten muss man etwas aufpassen, da die aus der Erfahrung heraus gerne mal schneller anbrennen. Wer Champignons mag, könnte auch die statt der Würste scharf anbraten… Die nimmt man ja gerne mal als Fleischersatz her.
Schärfe variieren.
Statt Ancho-Chilipulver kann man Cayennepfeffer oder frische Chili verwenden. Das Chilipulver ist ja recht speziell und nicht unbedingt in jedem Supermarkt erhältlich. Für eine mildere Version kann man die scharfen Gewürze auch einfach weglassen und stattdessen edelsüßes Paprikapulver verwenden.
Darf es etwas mehr Soße sein?
Das Gericht ist nicht darauf ausgelegt, dass die Zutaten in einer dicken Soße schwimmen. Wer trotzdem ein Sößchen möchte, gibt am Ende einfach noch etwas Gemüse- oder Rinderbrühe in den Topf dazu und lässt die ein wenig einkochen.
Keine Drillinge am Start?
Statt Drillinge kann man hier auch einfach nur festkochende Kartoffeln verwenden. Hauptsache, in nicht zu große Stücke schneiden, damit sich die Garzeiten nicht verändern. Wer lieber Süßkartoffeln verwenden will, kann das natürlich auch tun – einfach darauf achten, dass alles ausreichend durchgart.
Was passt dazu?
Wer mag, kann am Ende noch etwas gehackte Petersilie dazugeben – passt nicht nur farblich gut, sondern gibt dem Gericht auch etwas Frische. Ein Klecks Crème fraîche oder Senf sorgt für zusätzliche Cremigkeit bzw. Kontrast der Aromen.

ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Als Erstes das ganze Gemüse vorbereiten – die Kartoffeln waschen, trocknen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebeln in dünne Spalten schneiden und den Knoblauch fein würfeln. Den Lauch in Ringe schneiden, gut durchspülen, um Erde und Sand zwischen den Schichten zu entfernen und dann abtropfen lassen. Die Innereien der Paprikaschoten entfernen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Als Letztes noch die Krakauer in Scheiben schneiden und alles zum Kochen bereitstellen.
2. Etwas Öl in einem großen (gusseisernen) Topf* erhitzen. Die Kartoffelstücke dazugeben und für etwa 5 Minuten scharf anbraten. Wenn die Kartoffeln etwas Farbe bekommen haben, das Wasser dazugeben, die Hitzezufuhr ein wenig reduzieren, den Topf abdecken und die Kartoffeln für 6-8 Minuten köcheln lassen. Die Flüssigkeit im Topf sollte komplett verdampft sein – die Kartoffeln ggf. etwas länger garen, dann aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.
3. Etwas Öl nachlegen und erhitzen, dann die Krakauer kurz anbraten. Die Wurstscheiben sollten rundum Farbe bekommen haben. Aus dem Topf nehmen und zu den Kartoffeln dazugeben.
4. Falls notwendig, noch einmal etwas Öl nachlegen und dann die Zwiebel in den Topf geben und kurz andünsten lassen. Als Nächstes den Knoblauch und Lauch dazugeben und etwa 2 Minuten mit anbraten. Wenn Zwiebeln und Lauch etwas weicher sind, die Paprika dazugeben. Mit Oregano, Paprikapulver, Chilipulver, Salz und Pfeffer würzen und dann alles unter ständigem Rühren weitere 4-5 Minuten anbraten. Zum Schluss Kartoffeln und Krakauer zurück in den Topf geben, noch einmal alles gut vermengen und kurz brutzeln lassen. Nach Belieben noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen und dann z.B. mit etwas Brot servieren.
1. Start by preparing the veggies. Wash and dry the potatoes, then cut them into bite-size pieces. Peel the onion and garlic. Cut the onions into thin wedges and finely dice the garlic. Cut the leek into rings, rinse it thoroughly to remove any dirt and sand between the layers, and then let it drain. Remove the seeds from the bell peppers and cut them into bite-size pieces. Finally, slice the Kraków sausage and set everything aside to have it ready when cooking.
2. Add some oil to a large Dutch oven* and heat it up. Add the potato pieces and fry them for about 5 minutes until nicely browned here and there. Next, add the water, reduce the heat lightly and let the potatoes cook for about 6-8 minutes. The water in the pot should have evaporated completely – if necessary, cook the potatoes a bit longer until the water is completely gone. Take the potatoes out and set them aside.
3. Add some more oil and briefly fry the sausage pieces – you want them to brown from all sides (but not burn). Take them out and set them aside with the potatoes.
4. Add some more oil if needed, then add the onion and sauté them briefly. Next, add the garlic and leek and sauté as well for about 2 minutes. As soon as the onion and leek are softer, add the bell pepper pieces. Season with dried oregano, paprika powder, chili powder, salt, and pepper, and let everything cook for another 4-5 minutes, stirring often. Finally, return the potatoes and sausages to the pot, mix well, and let everything warm up for a moment. Season with more salt and pepper if required, and then serve with some bread, for example.

Du willst noch mehr? Folge dem Blog auf Facebook, Instagram oder Pinterest für neue Rezepte und mehr. Schreibt mir, wenn Ihr Fragen habt.
Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
Print
Einfacher Kartoffel & Paprika Topf mit Krakauern
- Prep Time: 00:15
- Cook Time: 00:25
- Total Time: 00:40
- Yield: 4 1x
- Category: Hauptmahlzeit
- Method: -
- Cuisine: International
Beschreibung
Wer es deftig mag, wird diesen einfachen Kartoffel & Paprika Topf mit Krakauern lieben. Schnell gemacht und richtig lecker. Das perfekte Feierabendgericht!
Zutaten
etwas Öl zum Anbraten
650g Kartoffeln (Drillinge), in Stücken
120ml Wasser
400g Krakauer, in Scheiben
2 mittelgroße Zwiebeln, in Spalten
2-3 Knoblauchzehen, fein würfeln
1 großer Lauch, in Ringen
3 Paprikaschoten (rot & gelb), in Stücken
1 TL Oregano*
1/2 TL Smoked Paprika Pulver*
1/2 TL Ancho Chili Pulver* (alternativ Cayenne Pfeffer*)
Salz, Pfeffer
Arbeitsschritte
1. Als Erstes das ganze Gemüse vorbereiten – die Kartoffeln waschen, trocknen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebeln in dünne Spalten schneiden und den Knoblauch fein würfeln. Den Lauch in Ringe schneiden, gut durchspülen, um Erde und Sand zwischen den Schichten zu entfernen und dann abtropfen lassen. Die Innereien der Paprikaschoten entfernen und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Als Letztes noch die Krakauer in Scheiben schneiden und alles zum Kochen bereitstellen.
2. Etwas Öl in einem großen (gusseisernen) Topf* erhitzen. Die Kartoffelstücke dazugeben und für etwa 5 Minuten scharf anbraten. Wenn die Kartoffeln etwas Farbe bekommen haben, das Wasser dazugeben, die Hitzezufuhr ein wenig reduzieren, den Topf abdecken und die Kartoffeln für 6-8 Minuten köcheln lassen. Die Flüssigkeit im Topf sollte komplett verdampft sein – die Kartoffeln ggf. etwas länger garen, dann aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.
3. Etwas Öl nachlegen und erhitzen, dann die Krakauer kurz anbraten. Die Wurstscheiben sollten rundum Farbe bekommen haben. Aus dem Topf nehmen und zu den Kartoffeln dazugeben.
4. Falls notwendig, noch einmal etwas Öl nachlegen und dann die Zwiebel in den Topf geben und kurz andünsten lassen. Als Nächstes den Knoblauch und Lauch dazugeben und etwa 2 Minuten mit anbraten. Wenn Zwiebeln und Lauch etwas weicher sind, die Paprika dazugeben. Mit Oregano, Paprikapulver, Chilipulver, Salz und Pfeffer würzen und dann alles unter ständigem Rühren weitere 4-5 Minuten anbraten. Zum Schluss Kartoffeln und Krakauer zurück in den Topf geben, noch einmal alles gut vermengen und kurz brutzeln lassen. Nach Belieben noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen und dann z.B. mit etwas Brot servieren.
Hinweise
Viel Spaß beim Kochen!
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Affiliate-Links (Werbung) zu Amazon Deutschland. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis damit allerdings nicht.











