Ich finde es ja immer etwas seltsam, wenn man Süßkram nach irgendwelchen Körperteilen oder Ähnlichem nennt – sei es jetzt vom Menschen oder Tier: Liebesknochen, Schweinsohren, Katzenzungen… Schon seltsam, worauf man so alles kommen kann. Genauso ist es bei den Engelsaugen hier. Wenn Engel wirklich solche Augen haben, dann würde ich mich wohl etwas gruseln, oder nicht?

Wer ist nur auf diesen Namen gekommen? Weiß das jemand? Zum Glück gibt es ja auch noch einen anderen Namen für diese zugegeben leckeren Weihnachtskekse: Husarenkrapferl. Ist irgendwie nicht so ganz bedrohlich, wenn man sich einen netten Husaren mit einem Krapfen in der Hand vorstellt… im Gegensatz zu einem Engel mit blutroten, riesigen Augen.
Just kidding. Ich mag diese Weihnachtsplätzchen. Sie sind super einfach zu machen und gibt’s bei uns in der Familie schon seit Urzeiten. Je nach Lust und Laune werden die Plätzchen jedes Jahr noch ein wenig abgewandelt. Mal kommt noch etwas Schnaps in den Teig mit rein, vorzugsweise Rum oder Amaretto, mal landen noch ein paar Kokosraspeln oder gemahlene Mandeln mit im Teig. Was die Füllung betrifft, wird immer das verwendet, was gerade weg muss. Da sind wir bei uns zu Hause nicht so… klassisch wäre wohl mit Johannisbeergelee. Ich mag lieber Himbeere oder Kirsche. Aber bitte nicht mit ganzen Früchten – die passen dann doch nicht in die Mulden, glaube ich.

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Man knetet sich den Teig zusammen, formt kleine Bällchen daraus und drückt die dann etwas platt. Nicht viel, es sollen ja keine XXL-Cookies werden. Mit dem Ende eines Kochlöffels drückt man dann eine Mulde in diese Teiglinge und befüllt sie nach Lust und Laune mit Marmelade.
In manchen Rezepten werden die Plätzchen »leer« und ohne Füllung gebacken. In dem Fall kommt der Inhalt dann erst nach dem Abkühlen in die Mulden. Bei solchen Plätzchen kann man dann theoretisch statt Marmelade auch prima Schokolade oder andere Sachen verwenden.
Was sind eure Lieblingsweihnachtspätzchen? Habt ihr da etwas Spezielles, das ihr jedes Jahr machen wollt/müsst? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, ob es da etwas gibt, das ich vielleicht kennen sollte.
ZUTATEN / INGREDIENTS
(etwa 25 Plätzchen)
150g Butter
70g Puderzucker*
2 Eigelb (M)
1 TL Vanille Extrakt*
1 Bio-Zitrone, nur Abrieb
240g Mehl (Type 405)*
1 Prise Salz
Marmelade oder Gelee (z.B. Himbeere, Orange etc.)
etwas Puderzucker* zum Bestäuben (optional)
(about 25 cookies)
5.3 oz. (150g) butter
1/2 cup (70g) confectioners‘ sugar*
2 medium egg yolks
1 tsp. vanilla extract*
1 organic lemon, zest only
1 3/4 cups (240g) all-purpose flour*
1 pinch of salt
jam or jelly (e.g. raspberry, orange, blueberry)
some confectioners‘ sugar* (optional)


ZUBEREITUNG / DIRECTIONS
1. Die Butter mit dem Puderzucker in einer großen Schüssel hell und luftig aufschlagen. Eigelbe, Vanille Extrakt und Zitronenabrieb gut unterrühren. Das Mehl mit dem Salz vermischen und zur Schüssel dazugeben und nur kurz unterrühren/kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Klarsichtfolie einschlagen – für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen.
2. Den Ofen auf 200°C (390°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zur Seite stellen. Die Marmelade/Gelee glatt rühren und ggf. Kerne entfernen (z.B. bei Himbeermarmelade), sollte man das nicht mögen.
3. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ein paar Minuten warm werden lassen, dann etwa 25 walnussgroße Kugeln aus dem Teig formen und auf das Blech setzen. Mit dem hinteren Ende eines Kochlöffels eine kleine Mulde in jede Kugel drücken (ggf. Kochlöffel vorher noch in Mehl tauchen, damit nichts kleben bleibt). Etwas Marmelade bzw. Gelee in jede Mulde füllen und dann für etwa 12-14 Minuten backen. Die Plätzchen aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Man kann die Engelsaugen vor dem Abkühlen auch noch mit Puderzucker bestäuben, wenn man das mag (optional).
1. Add the butter and confectioners‘ sugar to a large bowl and mix until light and fluffy. You might have to scrape down the bowl several times. Add the egg yolks, vanilla extract, and lemon zest and mix in well. Mix the flour with the salt and add to the bowl – mix/knead until just combined. Shape a ball (the dough will be very sticky) and wrap in plastic wrap and place in the fridge for at least 2 hours.
2. Preheat the oven to 200°C (390°F). Line a baking sheet with baking parchment and set aside. Mix the jam/jelly with a spoon to get it softer. If you don’t like the seeds of raspberry jam, for example, remove them before you use it (pressing through a sieve).
3. Take the dough out of the fridge and let it warm up a bit. Make about 25 walnut-sized balls out of the dough and place them on the baking sheet. Use the back end of a wooden spoon and press a little depression in each ball and fill with jam or jelly. Bake the cookies for about 12-14 minutes. Take them out of the oven and let them cool down on a wire rack. Dust with some confectioners‘ sugar while they are cooling if you like (optional).


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Hier ist eine Version des Rezepts, die man leicht drucken kann.
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Engelsaugen aka. Husarenkrapferl
- Prep Time: 00:25
- Cook Time: 00:14
- Total Time: 03:00
- Yield: 25 1x
- Category: Plätzchen
- Method: -
- Cuisine: Deutschland
- Diet: Vegetarian
Beschreibung
Klassische Weihnachtsplätzchen, wie sie Oma schon immer gebacken hat: Engelsaugen mit Marmeladenfüllung sind einfach superlecker und gehören zum Advent dazu!
Zutaten
150g Butter
70g Puderzucker*
2 Eigelb (M)
1 TL Vanille Extrakt*
1 Bio-Zitrone, nur Abrieb
240g Mehl (Type 405)*
1 Prise Salz
Marmelade oder Gelee (z.B. Himbeere, Orange etc.)
etwas Puderzucker* zum Bestäuben (optional)
Arbeitsschritte
1. Die Butter mit dem Puderzucker in einer großen Schüssel hell und luftig aufschlagen. Eigelbe, Vanille Extrakt und Zitronenabrieb gut unterrühren. Das Mehl mit dem Salz vermischen und zur Schüssel dazugeben und nur kurz unterrühren/kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Klarsichtfolie einschlagen – für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen.
2. Den Ofen auf 200°C (390°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zur Seite stellen. Die Marmelade/Gelee glatt rühren und ggf. Kerne entfernen (z.B. bei Himbeermarmelade), sollte man das nicht mögen.
3. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ein paar Minuten warm werden lassen, dann etwa 25 walnussgroße Kugeln aus dem Teig formen und auf das Blech setzen. Mit dem hinteren Ende eines Kochlöffels eine kleine Mulde in jede Kugel drücken (ggf. Kochlöffel vorher noch in Mehl tauchen, damit nichts kleben bleibt). Etwas Marmelade bzw. Gelee in jede Mulde füllen und dann für etwa 12-14 Minuten backen. Die Plätzchen aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Man kann die Engelsaugen vor dem Abkühlen auch noch mit Puderzucker bestäuben, wenn man das mag (optional).
Hinweise
Viel Spaß beim Backen!
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